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Allianz Arena Stadionführung

Irvine! IMMER VERLETZT!

Und wieder der linke Fuß. Jackson Irvine, Kapitän des FC St. Pauli fehlt seiner Mannschaft “bis auf Weiteres”, wie der FCSP bekannt gab. Im April 2025 stand bereits eine Zwangspause für Irvine an, da der Australier sich einer Operation unterziehen musste aufgrund einer knöchernen Stressreaktion im linken Fuß, die Rückkehr in die Bundesliga nach der Verletzung erfolgte erst Ende Oktober. Nach einigen Einsätzen als Joker im Oktober und November schaffte er es dann im Dezember in allen Pflichtspielen in die Startelf der Kiezkicker. Er kam immer besser rein und trieb das Spiel der Boys in Brown an, weshalb  der erneute Ausfall auf unbestimmte Zeit noch mehr ins Gewicht fällt. Auch der kurzfristige Ausfall von Danel Sinani aufgrund von Wadenproblemen ist ein weiterer herber Rückschlag für die Hamburger. So wird Cheftrainer Alexander Blessin im Spiel gegen Wolfsburg wahrscheinlich Metcalfe bringen müssen, diese Saison kein gesetzter Stammspieler.
Die Kiezkicker brauchen meiner Meinung nach ohnehin schon einen kreativen Mittelfeldspieler, der die vorhandenen Stürmer einsetzt und kreative Ideen im Offensivspiel mitbringt. Vielleicht lösen die Verletzungen von Irvine und Sinani Bewegung aus in Sachen Neuverpflichtungen oder Leihen auf St. Pauli.
MMS, 13.01.26

Skandal um Ex HSV-Sportvorstand Kuntz

Am 2. Januar hatten sich die Wege von HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz und dem Nordklub überraschend getrennt. Offiziell aus "persönlichen familiären Gründen". Bei dem HSV hinterließ er natürlich personell eine Lücke, die geschlossen werden muss. Dann war das Thema aber auch erledigt. Erstmal. Denn nun sind gestern Gerüchte aufgekommen, denn laut der "Bild" soll eine Angestellte sich im Dezember beim Aufsichtsrat gemeldet, da Kuntz sie anscheinend verbal sexuell belästigt haben soll. Seit heute ist nun auch klar, nach einem Statement vom Hamburger SV selbst, da dies auch der Grund für die Trennung beider Parteien ist. Kuntz hatte sich via Instagram ganz klar gegen die Aussagen gestellt und gesagt, dass sich "sein Anwalt gegen diese falschen Vorwürfe vorgehen würde". Im offiziellen Schreiben wird gesagt, dass der HSV-Aufsichtsrat im Dezember Informationen über ein Fehlverhalten von Seite Kuntz bekommen hat und nach Kontrolle der Wahrhaftigkeit und dem Ergebnis, dass die Behauptung wahrer Natur entspricht, sich auf eine Trennung von Kuntz verständigt hat. Dies sei in der Absprache mit Kuntz entstanden sei, der aufgrund der Vorwürfe mehrmals sich gegen eine Stellungnahme entschied, trotz anwaltlicher Begleitung. Die Kontrolleure erklären, warum sie dies zuvor verschwiegen hatten: "Der Schutz der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen steht für den HSV im Vordergrund." Laut Polzin ist das Thema auch "in der Kabine ein Thema", jedoch liege laut ihm "der Fokus auf denen, die sie selbst beeinflussen können". Und das ist Fußball spielen. Die nächste Chance dies zu tun nach der Niederlage am Samstag bei Freiburg (2:1) ist am Dienstag, 20:30 Uhr zuhause gegen Bayer 04 Leverkusen.

“Kwasni Yok”

Kommentar zur Krise des Effzehs

Was ist los beim Effzeh? Die Anhänger des
1. FC Köln hielten nach dem Spiel gegen Heidenheim Plakate hoch, auf denen “KWASNI
YOK” stand. Eine klare Anspielung auf den Nachnamen des Cheftrainers, das Wort “Yok”
stammt derweil aus dem Türkischen und bedeutet “nein”. Was kritisieren die Fans?
Ein 11. Platz nach 16 Spieltagen (Bremen hat noch nicht gespielt) als Aufsteiger ist bei
weitem ein respektables Ergebnis. Vor allem der Saisonstart war überragend, es war jedoch
klar, dass man auf lange Sicht noch nicht so ein Niveau halten kann. So folgten nun sieben
sieglose Spiele in Serie in der Beletage des deutschen Fußballs. Natürlich ein nicht
zufriedenstellender Trend. Doch vielmehr ginge es den Fans laut “T-Online” nicht nur um die
aktuelle sportliche Negativentwicklung, sondern auch den Umgang innerhalb der
Mannschaft, vor allem gegenüber einzelnen Akteuren. Das Plakat sei keine Forderung zum
Rauswurf, sondern nur eine Warnung.
Angeblich sollen einzelne Spieler Informationen direkt oder indirekt an die Fanszene
weitergegeben haben, wie bei Gesprächen der Kölner Bossen herausgekommen sein soll,
so “T-Online”.
Desweiteren ein Grund für den Fanfrust sei das Auftreten Kwasnioks außerhalb des Platzes,
sowie auch dass Shooting-Star Said El Mala zu selten in der Startelf stehe und Kwasniok zu
viel rotiere, so die “BILD”. Eine Aussprache zwischen Fanszene und Kwasniok stehe noch
aus. Der Verein steht allerdings weiterhin hinter seinem Cheftrainer.
Die Geißböcke müssen nun versuchen, eine größere Unruhe innerhalb des Vereins in
diesen richtungsweisenden Wochen zu verhindern. Das Fehlen von gestandenen Spielern
wie Luca Waldschmidt und Florian Kainz im Kader war eben einer dieser Auslöser des
Fanfrustes. Der Effzeh muss nun gemeinsam seinen Zielen näher kommen und persönliche
Interessen hinten anstellen. Der Verein kann jetzt keine Ablenkungen in diesem kleinen
Abwärtstrend, in dem er gerade steckt, gebrauchen. So wird das Ziel Klassenerhalt ohne
große Probleme erreicht werden.
MMS, 12.01.2026
Werder Bremen          Boniface muss die OP machen- Milosevic kommt

Victor Boniface und der SV Werder Bremen. Ein Kapitel, das vorher großes Potenzial hatte und auf Bremer Seite für einen großen Hype sorgte. Doch auch ein Kapitel, das letztlich seine Erwartungen nicht erfüllen konnte. In 11 Spielen blieb der Nigerianer ohne einen einzigen Treffer, trotz seines Könnens, das er davor bei Leverkusen unter Beweis gestellt hatte. Werder blieb damit diese Saison bisher komplett ohne Mittelstürmertor, weil auch Keke Topp auf ganzer Linie enttäuschte. Boniface hatte sich im Training bei Werder am Knie verletzt und kam danach nicht mehr für Werder zum Einsatz. Der schon in der Vergangenheit vom Knie geplagte Stürmer flog daraufhin nach Österreich, damit er sich von der Lage ein Bild machen konnte. Zur Wahl stand eine OP, gleichbedeutend mit dem Saison Aus oder das er angeschlagen weiterspielt. Auch da wäre eine Zukunft für Werder unwahrscheinlich gewesen. Ein Leihabruch stand im Raum. Nun gibt es Klarheit rund um Boniface. Er muss die OP machen, laut Niemeyer wird er "wahrscheinlich kein Spiel mehr diese Saison machen". Die Leihe wird trotzdem nicht abgebrochen. Er meldete sich enttäuscht über die sozialen Medien, da der Nigerianer sich erstens auch deutlich mehr von der Leihe erhofft hatte und zweitens die OP umgehen wollte. Durch diese Entscheidung hatte Werder nun ordentlich Handlungsbedarf auf der Stürmerposition.                              Diese Lücke wurde nun erfolgreich geschlossen. Jovan Milosevic, die letzten Tage bereits bei Werder gehandelt, wird vom Ligakonkurrenten VfB Stuttgart bis zum Sommer ausgeliehen. Der SVW besitzt für den Serben keine Kaufoption, bezahlt aber trotzdem eine Leihgebühr von 600 Tausend Euro. Bei den Fans kommt dieser Transfer nicht so gut an, da nach einem halben Jahr der 1,90 Meter Hühne wieder zu Stuttgart zurückkehrt. Sportlich hat Milosevic Vorteile und Nachteile für Werder. Er hat Potenzial, steuerte in 17 Spielen 12 Tore und vier Assists zum Erfolg von Partizan in Serbien beitragen. Er kann also die Stürmerlücke für Werder definitiv füllen. Ist nur die Frage wie schnell. Denn die Zahlen sprechen sich für, jedoch ist es immer noch Serbien gewesen. Beim VfB konnte er sich in der Bundesliga nicht durchsetzen, spielte nur sechs Spiele im deutschen Oberhaus. Chance und Risiko also für Werder zugleich. Eine Soforthilfe ist er wahrscheinlich aber nicht, die Stürmersuche ist für den SVW mit Milosevic aber beendet. Hoffen wir für Werder, dass das Risiko belohnt wird. Nicht so wie bei Boniface.

LW, 11.01.2026


               Eintracht Frankfurt                  Ebnoutalib überzeugt beim Debüt

Der Frankfurter Bub kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Younes Ebnoutalib kommt zurück zu dem Ort, wo er geboren wurde. Der von Elversberg transferierte Stürmer feierte gegen den BVB sein Bundesligadebüt und konnte direkt netzen. Dieses Tor unterstrich seine starke Leistung und belohnte den 1,91 Meter hohen Stürmer. Denn dieser überzeugte vorher durch einen starken Willen. In jeden Zweikampf wurde sich geworfen, für jedes Anlaufen war er sich nicht zu schade. Die Fans, bei denen er aufgrund seiner Wurzeln und Verbindung zu Frankfurt eh einen Stein im Brett hat, honorierten das entsprechend. Von Topmöller bekam er das Vertrauen und zahlte das direkt zurück. Er durfte durchspielen und schoss direkt sein erstes BL-Tor. In der 71. Minute stürmte er aufs Tor zu, nachdem er zuvor vom Debütanten Kalimuendo sensationell in Szene gesetzt wurde. Im Laufduell mit Anton verlor er nicht die Nerven und nach einer Ballrolle schloss er cool vor Kobel ab, zwischen die Arme, über den Kopf, der Schweizer Schlussmann ohne Chance. Er leitete das SGE-Comeback ein, die dann das Spiel in der Nachspielzeit durch Mo Dahoud drehten. Der BVB schaffte es jedoch, ebenfalls in der Nachspielzeit, auszugleichen. Nach dem Spiel überwog bei Ebnoutalib jedoch trotzdem der Stolz, auch wenn er sich natürlich über den späten Ausgleich ärgerte. "Dass ich direkt beim Debüt ein Tor schieße, ist ein krasses Gefühl"; so der Mittelstürmer. Trainer Topmöller bringt es passend auf den Punkt "Er ist dahingegangen, wo es wehtut". Nach dem Spiel gab es noch das Trikot für den Bruder und ein Schuhversprechen an einen jungen Fan, da der 22-Jährige, vor ein bisschen mehr als einem Jahr noch Regionalliga bei Gießen gespielt, nur ein Schuhpaar besitzt. Wenn die Nummer 11 der SGE aber an seine Leistungen anknüpft kann er sich bald ganz viele Ersatzpaare Schuhe kaufen. Denn sein Auftritt gegen Dortmund macht Lust auf mehr.

LW, 11.01.2026