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Fußballberichte

2. Bundesliga Archiv

Greuther Fürth in der Krise
In Fürth brodelt es nach der knappen 4:5-Niederlage gegen Magdeburg. Und das nicht ohne
Grund, schließlich ist das Kleeblatt mit 19 Punkten nach 21 Spieltagen Schlusslicht im
deutschen Unterhaus.
Grund dafür ist vor allem die löchrige Abwehr (52 Gegentreffer), Topwert der Liga, welchen
sich die Verantwortlichen und Anhänger der Franken jedoch gerne ersparen würden. Der
Angriff fängt die schwache Defensive jedoch etwas auf (32 Tore), nur sechs Mannschaften
erzielten mehr Tore. Bei der SpVgg Greuther Fürth geht es seit Jahren bergab: nach dem
Bundesliga-Aufstieg 20/21 und der im Jahr darauf folgenden Rückkehr in Liga zwei gab es
folgende Platzierungen: 22/23 Platz zwölf, sieben Punkte vor dem Relegationsplatz mit 41
Punkten, 23/24 wurde man mit 50 Punkten komfortabel achter Platz und konnte noch
teilweise im Rennen um den Relegationsplatz für den Aufstieg mitmischen, 24/25 dann
wieder Zittern: 39 Punkte, nur vier vor dem Relegationsplatz. Nun der Totalabsturz auf Platz
18.
Positiv zu erwähnen: Leistungsträger und Lebensversicherungen für die SpVgg Greuther
Fürth sind Noel Futkeu (zehn Tore, zwei Vorlagen), Felix Klaus (sieben Tore, sieben
Vorlagen) und Kapitän Branimir Hrgota (zwei Tore, sechs Vorlagen).
Nur blöd, dass das Kleeblatt stark von Verletzungen geplagt ist. Topscorer Klaus, Urgestein
Julien Green, Mittelfeldspieler Marco John und Sacha Bansé, Linksverteidiger David
Abrangao und die beiden Innenverteidiger Noah König und Luca Itter fallen aktuell aus. Vor
allem der Ausfall von Klaus ist schwer zu kompensieren im Abstiegskampf.
Sinnbild für den Absturz der Franken ist die Anzahl der Trainer, die seit dem Abgang von
Aufstiegstrainer Stefan Leitl am 01.07.2022 kamen: Marc Schneider (drei Monate), Rainer
Widmeyer (interimsweise acht Tage), Alexander Zorniger (ein Jahr und elf Monate),
Leonhard Haas (interimsweise 20 Tage), Jan Siewert (fünf Monate), Thomas Kleine (sechs
Monate) und Heiko Vogel (seit zwei Monaten).
Der Abstand zum rettenden Ufer, Platz 15, beträgt vier Punkte, jedoch hat das Kleeblatt eine
deutlich schlechtere Tordifferenz. Trotzdem ist die Saison noch lang und in Liga zwei kann
immer noch alles passieren.
MMS, 08.02.2026


Schalke gelingt der Transfer-Coup: Dzeko wechselt nach Gelsenkirchen!
Edin Dzeko ist zurück in Deutschland. Der Bosne, bereits von 2007 bis 2011 in Wolfsburg gespielt kehrt nun dahin zurück, wo seine Karriere Fahrt aufnahm. Danach hießen die Stationen Manchester City, AS Rom, Inter Mailand, Fenerbahce SC und die AC Florenz. Eine imposante Laufbahn und nun ist der 39-jährige wieder in Deutschland.               Bereits seit ein paar Tagen beherrschte das Gerücht die Medien, dass Dzeko nach Schalke wechselt. Und nun ist eine Einigung mit Florenz erzielt worden, denn die Spielerseite ist mit Schalke schon seit Dienstag einig. Die offizielle Meldung von Schalke steht noch aus, doch morgen wird der Medical gemacht und der Vertrag unterschrieben. Am Sonntag wäre der Vollblut-Stürmer dann schon eine Option für den Kader. Miron Muslic darf nun also eine absolute Legende seines Heimatlandes trainieren und Dzeko wird trotz der starken Tabellenplatzierung dringend gebraucht. Schalke ist zwar Erster doch die Offensive stockt trotzdem. Zuletzt nun auch gegen die Hertha beim 0:0, wo S04 offensiv gar nicht stattfand und sich bei dem seit Wochen starken Karius bedanken konnte, dass sie noch einen Punkt holten. Moussa Sylla steht nur bei vier Saisontreffern und ist seit Ende Oktober torlos. Er und Karaman haben zwar Qualität, aber Karaman ist eher zurückgesetzt und beide sind aktuell hinter ihren Möglichkeiten. Und mehr hat S04 vorne nicht. Doch jetzt haben sie die Attraktion der Liga. Denn klar ist Dzeko fast 40, aber klar ist auch, sonst hätte Schalke ihn nicht bekommen. Doch er weiß wo das Tor steht und er hat eine Aura. Er hat super viel Erfahrung, hat auf hohem Niveau gespielt und wird allein dadurch von den gegnerischen Verteidiger respektiert werden. Denn es ist immer noch Edin Dzeko, der unbestritten immer noch seine Qualitäten hat. Bei Florenz war er unzufrieden gewesen und wollte die Italiener daher nach einem halben Jahr wieder verlassen. Es gab mehrere Interessenten, doch Dzeko entschied sich für Schalke, verzichtet dafür auch auf Gehalt, bei z.B. Paris FC, denen er absagte, hätte er verdient. Für ihn war unteranderem die Atmosphäre auf Schalke entscheidend und der Reiz, in die erste Liga aufzusteigen. Mit Florenz dümpelte er im Abstiegskampf rum. Anscheinend waren die ersten Kontakte schon vor drei Wochen, Dzeko war es, der auch auf Schalke zuging. Im Herbst seiner Karriere reizte ihn dieses Abenteuer anscheinend immens. Er war gewann sehr viele Titel, warum nicht auch die Meisterschale der zweiten Liga. Auf Schalke hat er bereits vor Verkündigung fast einen "Legendenstatus"; zumindest ist ein riesen Hype um den Mittelstürmer entstanden. Die neue Nummer zehn von S04 soll Schalke mit Toren helfen, 22 Tore sind einfach zu wenig, erst recht als Tabellenführer. Dzeko kriegt einen leistungsbezogenen Vertrag bis zum Sommer, Boni gäbe es unteranderem bei einem möglichen Aufstieg. Aber im Sommer muss noch nicht Schluss sein. Wenn das Projekt Dzeko und Schalke funktioniert kann man sich auch nochmal über eine Weiterarbeit unterhalten. Klar ist aber auch das Dzeko 40 ist und nicht mehr mehrere Jahre bei Schalke spielen wird. Aber darum geht es auch erstmal gar nicht, jetzt hat er erstmal eine Mission: Tore schießen und Schalke zum Aufstieg ballern. So die Devise.
LW, 21.01.2026