Kick - Das Fußballmagazin
 
Fußballberichte

Focus on: 

In dieser Kategorie werfen wir jeden Monat einen intensiven Blick auf eine Liga oder einen Verein. Egal ob in oder außerhalb von Europa, wir versorgen euch mit interessanten Lageberichten und Fakten über Ligen/Mannschaft, die vielleicht sonst nicht so im Fokus stehen. Zudem nennen wir ein Talent, dass ihr im Hinterkopf behalten solltet. 


Championship

Info:

Zweite englische Liga. In dieser spielen 24 Mannschaften, entsprechend gibt es 46 (!) Spieltage. Die ersten beiden Mannschaften steigen direkt auf, die Plätze drei bis sechs tragen den Aufstieg in den Play-Offs aus. Die letzten drei steigen ab.


Die aktuelle Tabelle: 

Zur Info: 

Sheffield Wednesday wurde aufgrund eines Insolvenzantrags zwölf Punkte abgezogen, und dann später noch einmal sechs Zähler wegen Verstößen gegen EFL-Zahlungsverpflichtungen.

Leicester City wurden aufgrund eines Verstoßes gegen Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln sechs Punkte abgezogen.

Spannung pur in der Championship!

Es sind noch acht Spiele zu spielen und sowohl oben als auch unten in der Tabelle ist noch nichts entschieden. Millwall und Absteiger Ipswich Town versuchen noch, Middlesbrough vom direkten Aufstiegsplatz zu schnicken. Auch rund um die Play-off Plätze ist noch nicht entschieden: Bis Swansea City kann sich eigentlich jeder noch mehr oder weniger Hoffnungen auf mindestens Platz sechs machen. Und im Keller ist logischerweise Sheffield Wednesday abgeschlagen, doch die anderen beiden Plätze Richtung Liga drei sind noch nicht vergeben. Premier League Meister von 2016, Leicester City, muss auch durch Punktabzüge noch bibbern, bis Blackburn kann keine Mannschaft den Ligaverbleib als schon fix sehen. Auch hier also volle Spannung in der Championship!


Wie läuft es eigentlich bei Marvin Ducksch in der Championship?

Ducksch ist im Sommer von Werder den mutigen Schritt in die zweite Liga Englands zu gehen. Die Idee von Birmingham, langfristig in Liga eins zu spielen, das Umfeld und letztlich auch Investor Tom Brady hatten den Stürmer überzeugt. Nun spielt er bei Birmingham City, unteranderem mit Ex-Darmstädter Christoph Klarer, Ex-Hannoveraner Phil Neumann und dem deutschen Ex-Schalker Kai Wagner. Für "the duck" wie er in England liebevoll genannt wird läuft es richtig gut. Ducksch ist Top-Torjäger seines Klubs, die als Aufsteiger Zehnter sind und sich noch ein wenig Hoffnungen auf die Play-Offs machen können. Dafür müssen sie aber aus ihrem aktuellen Formtief raus: Nach einer guten Phase (zwischendurch Rang sieben nach 2:1 Sieg bei Norwich, 33. Spieltag) konnte man nun aus den letzten fünf Spielen nur vier Punkte holen (ein Sieg, ein Remis, drei Pleiten). Ducksch performt trotzdem Woche für Woche: Ihm gelangen zehn Saisontore in der Liga, auch im FA-Cup (wo man in der vierten Runde bitter im Elferschießen, Ducksch traf, an Erstligist Leeds United scheiterte) netzte er. Nach seiner Verletzung im Sommer hat er sich nun zum Stammspieler etabliert, in 90 Prozent der Fälle ist er unten den ersten 11. Höchstens er darf mal durchpusten, denn 36 Spiele sind schon eine Menge: Ducksch sagte auch mal in einem Interview im Kicker, dass er "noch nie so fit" gewesen sei. Der 32-Jährige muss viel intensiver anlaufen, zudem ginge es für ihn laut eigener Aussage "jede Woche gegen zwei Ochsen". Sportlich läuft es gut für Ducksch, der auf der Insel auch sehr glücklich ist und geliebt wird. Erst am letzten Wochenende gelang ihm ein wunderschöner Freistoßtreffer. Und mit viel Glück in den letzten acht Spielen und den möglichen Play-offs sehen wir The Duck nächstes Jahr vielleicht in der Premier-League.


Ones to Watch: Jordan James

Jordan James ist gerade mal 21 Jahre jung und spielt bei Leicester City. Für die sieht es sportlich gerade nicht so gut aus, auch aufgrund eines Sechs-Punkte Abzuges aufgrund eines Verstoßes gegen Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln. Leicester ist gerade auf einem direkten Abstiegsplatz, doch nur zwei Punkte hinterm rettenden Ufer. Der Premier-League Meister von 2016 muss sich irgendwie retten und im Sommer den Re-Start machen. Denn sie gehören in Liga eins, nicht in Liga drei. Einer der wenigen Lichtblicke ist eben James. Er ist 2004-er Jahrgang, Waliser und der Rechtsfuß fühlt sich im zentralen Mittelfeld zuhause. Bereits vor drei Jahren debütierte er in der walisischen Nationalmannschaft, in 25 Einsätzen gelang ihm ein Tor. Der in England geborene Youngster ist aktuell von Stade Rennes ausgeliehen, die ihm bei seinen Leistungen im Sommer wahrscheinlich zurückhaben wollen. Und dann könnte er auf großer Bühne (Rennes ist im Europapokal Rennen vertreten) sein ganzes Können zeigen. James gelangen nämlich in 28 Spielen (zehn verpasste er: vier weil er noch nicht da war, sechs wegen einer Oberschenkelverletzung) stolze zehn Tore, vier weitere legte er auf (im Schnitt: jedes zweite Spiel einen Scorer). Kurz zu seinen Einsätzen zurück: Er spielte in allen Spielen, wo er spielen konnte, Startelf. Da sieht man den Wert des 21-Jährigen, der sich in der ersten Saison bei Rennes nicht richtig durchsetzen konnte (23 Spiele, 0 Tore), für den Tabellen 23. Nicht umsonst hat der 1,82 Meter große Nationalspieler einen Marktwert von zwölf Millionen. Dieser könnte im Sommer bei Rennes richtig durchstarten, eine WM wäre auch gute Werbung für ihn (Wales ist in den Playoffs gegen Bosnien gefordert (26.03.) und bei einem Sieg dann gegen Nordirland oder Italien (!)). Setzt sich die Azzuro gegen Nordirland durch und ist dann eine WM-Teilnahme für James´ Heimatland sehr unrealistisch. Also behaltet im in Hinterkopf: James könnte sich die nächsten ein, zwei Jahre ordentlich ins Rampenlicht schießen.


LW, 20.03.2026