Frauen
Aktuelles:
VfL Wolfsburg zittert sich gegen Jena zum Sieg
Der VfL Wolfsburg ist nach einem Jahr Abstinenz zurück im DFB-Pokal-Finale der Frauen!
Dafür war jedoch ein hartes Stück Arbeit nötig gegen ein starkes, nicht aufgebendes Jena.
Die Vorzeichen waren klar: Carl Zeiss Jena hatte noch nie (!) ein Spiel gegen die Wölfinnen
gewonnen, in der Liga hatten die Grün-Weißen beide Male die Oberhand behalten (3:1 und
0:2 für Wolfsburg).
Ein Nachteil für den Rekordsieger des Turniers war sicherlich auch, dass das CL-Aus gegen
OL Lyonnes keine 65 Stunden her war, so hatten die Wölfinnen sicherlich weniger Zeit zur
Regeneration, trotzdem musste ein Sieg her gegen das Schlusslicht aus Liga eins, denn im
Titelrennen hinkt man Mal wieder dem FC Bayern München hinterher. Kurz vor Anpfiff
musste Wolfsburg dann auch die verletzte Justine Kielland ersetzen, Joelle Wedemeyer
übernahm.
Jena begann mutig und setzte die Favoritinnen früh unter Druck, ihnen fehlte
jedoch die letzte Zielstrebigkeit vor dem Tor. In Minute 24 jubelte dann Wolfsburg - aber nur
kurz, denn Kapitänin Janina Minge stand klar im Abseits. Sonst passierte in Abschnitt eins
kaum etwas (Endemann traf den Ball nicht richtig in Minute 32, Alcaide traf für Jena nur das
Außennetz), Highlights blieben ansonsten Mangelware, Wolfsburg dominierte natürlich das
Spielgeschehen, agierte jedoch zu harmlos.
Nach der Pause gab es die erste Großchance in Minute 67 und das war dann gleich ein
Angriff Jenas: Mühlemann legte ab für Reuter, welche vom Strafraumrand abzog und
Wolfsburgs Torfrau, Stina Johannes, zu einer Parade zwang. Kurz danach hatte auch
Beerensteyn die Chance zur Führung für Wolfsburg nach guter Flanke von Linder, sie
verzog jedoch. Das Spielgeschehen blieb weiter eher ruhig, die größte Chance der Partie
gab es erst kurz vor Schluss, doch Jasmin Janning, Schlussfrau Jenas, verhinderte den
späten Gegentreffer nach Bergsvands Kopfball mit einem starken Reflex.
Und so musste Wolfsburg zum zweiten Mal binnen drei Tagen schon wieder in die Verlängerung.
Die erste Halbzeit der Verlängerung endete weitgehend ereignisarm, doch dann musste
wieder Janning auf Seiten Jenas nach einem starken Schuss von Ella Peddemors mit einer
großartigen Parade zupacken (111.). Keinem gelang der Lucky Punch und so ging es ins
Elfmeterschießen.
Bonsu (Jena) und Minge (Wolfsburg) trafen souverän, Ihlenburg (Jena) hatte jedoch Glück,
dass der Ball von der Unterkante der Latte noch ins Netz gelangte. Beerensteyn verschoss
und wie, denn Janning hielt den schwachen Schuss in die rechte Ecke sogar fest! Reuter
machte es dann souverän für Jena zur 3:1-Führung, Peddemors (Wolfsburg) traf auch mit
Hilfe des Innenpfostens. Mühlemann (Jena) und Linder (Wolfsburg) trafen souverän und
dann die riesige Chance für Jena: Felicia Sträßer könnte das Spiel mit einem Tor nun
entscheiden, es folgte jedoch ein schwacher Schuss in die linke Ecke, Johannes hielt
problemlos. Die erfahrene Wolfsburgerin Svenja Huth zeigte Nerven, 4:4. Und dann
parierte zu allem Übel für Jena VfL-Keeperin Johannes auch noch den Elfmeter von Fiona
Gaißer, Vorteil Wolfsburg. Den nutzte Joker Smilla Vallotto dann auch, Wolfsburg qualifizierte
sich somit schlussendlich doch noch für das Finale nach einem Jahr Abwesenheit. Im Finale
wartet auf den Rekord-Champion dann der Titelverteidiger Bayern München, die Essen besiegten.
Aufstellungen
Jena: Janning - Juckel, Sträßer, Ihlenburg ©, Mummert - Bonsu, Mühlemann, Reske, Reuter
- Alcaide, Tietz
Einwechslungen:
68. Schmid für Mummert
82. Gaißer für Reske
98. Haering für Tietz
118. Julevic für Alcaide
Gelbe Karten:
105.+1 (Bonsu)
Wolfsburg: Johannes - Wedemeyer, Dijkstra, Küver, Levels, - Minge ©, Linder, Huth,
Peddemors, Endemann - Beerensteyn
Einwechslungen:
73. Bjelde für Wedemeyer
73. Bergsvand für Küver
90. Kleinherne für Levels
90. Kerim-Lindland für Dijkstra
106. Vallotto für Endemann
MMS, 05.04.26