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Fußballberichte

1. Bundesliga

Aktuell:

25. Spieltag

24. Spieltag

Nachholspiel HSV : Bayer 04


Auch interessant:

Allianz Arena Stadionführung


Inhaltsverzeichnis:

Das Restprogramm der Bundesligisten

BVB an Archie Gray interessiert

Hoffenheim verpflichtet Vogt aus der Schweiz

Wolfsburg entlässt Trainer Bauer- Hecking übernimmt

Bayern gewinnen 4:1 gegen Gladbach und beweisen einmal mehr die Kaderbreite

Culbreath überzeugt beim Startelf-Debüt

Boniface spricht das erste Mal über Comebackpläne und die Reihe

BVB verpflichtet Kaua Prates


Das Abschlussprogramm der Bundesligisten
Der 25. Spieltag der Bundesliga-Saison 25/26 ist bereits Geschichte, es geht in die heiße
Phase. Um einen Überblick über die nächsten Gegner zu haben, hat Kicksport euch hier
eine Übersicht gestaltet (wird jede Woche aktualisiert).


Bayern München: Bayer Leverkusen
(A), Union Berlin (H), Freiburg (A), St. Pauli (A), Stuttgart (H), Mainz (A), Heidenheim (H),
Wolfsburg (A), Köln (H)


Borussia Dortmund: Augsburg (H),
Hamburger SV (H), Stuttgart (A), Bayer Leverkusen (H), Hoffenheim (A), Freiburg (H),
Mönchengladbach (A), Frankfurt (H), Bremen (A)


TSG 1899 Hoffenheim: Wolfsburg (H), RB Leipzig
(A), Mainz (H), Augsburg (A), Dortmund (H), Hamburger SV (A), Stuttgart (H), Bremen (H),
Mönchengladbach (A)


VfB Stuttgart: RB Leipzig (H), Augsburg (A),
Dortmund (H), Hamburger SV (H), Bayern München (A), Bremen (H), Hoffenheim (A),
Leverkusen (H), Frankfurt (A)


RB Leipzig: Stuttgart (A), Hoffenheim (H)
Bremen (A), Mönchengladbach (H), Frankfurt (A), Union Berlin (H), Bayer Leverkusen (A),
St. Pauli (H), Freiburg (A)


Bayer Leverkusen:  Bayern München (H), Heidenheim (A),
Wolfsburg (H), Dortmund (A), Augsburg (H),
Köln (A), RB Leipzig (H), Stuttgart (A), Hamburger SV (H)


Eintracht Frankfurt: Heidenheim (H),
Mainz (A), Köln (H), Wolfsburg (H),
RB Leipzig (H), Augsburg (A), Hamburger SV (H), Dortmund (A), Stuttgart (H)


SC Freiburg: Union Berlin (H), St. Pauli (A), Bayern München (H), Mainz
(A), Heidenheim (H), Dortmund (A), Wolfsburg (H), Hamburger SV (A), RB Leipzig (H)


Hamburger SV: Köln (H), Dortmund (A),
Augsburg (H), Stuttgart (A), Bremen (A), Hoffenheim (H), Frankfurt (A), Freiburg (H),
Bayer Leverkusen (A)


Union Berlin: Freiburg (A),
Bayern München (A), St. Pauli (H),
Heidenheim (A), Wolfsburg (H), RB Leipzig (A), Köln (H), Mainz (A), Augsburg (H)


FC Augsburg: Dortmund (A), Stuttgart (H), Hamburger SV (A), Hoffenheim (H), Bayer
Leverkusen (A), Frankfurt (H), Bremen (A), Mönchengladbach (H), Union Berlin (A)


FC Köln: Hamburger SV (A),
Mönchengladbach (H), Frankfurt (A), Bremen (H),
St. Pauli (A), Leverkusen (H), Union Berlin (A), Heidenheim (H), Bayern München (A)


Borussia Mönchengladbach: St. Pauli (H), Köln (A), Heidenheim (H),
RB Leipzig (A), Mainz (H), Wolfsburg (A),
Dortmund (H), Augsburg (A), Hoffenheim (H)


FSV Mainz 05: Bremen (A),
Frankfurt (H), Hoffenheim (A), Freiburg (H), Mönchengladbach (A), Bayern München (H),
St. Pauli (A), Union Berlin (H), Heidenheim (A)


VfL Wolfsburg: Hoffenheim (A), Bremen
(H), Bayer Leverkusen (A), Frankfurt (H),
Union Berlin (A), Mönchengladbach (H),
Freiburg (A), Bayern München (H), St. Pauli (A)


SV Werder Bremen: Mainz (H),
Wolfsburg (A), RB Leipzig (H), Köln (A), Hamburger SV (H), Stuttgart (A), Augsburg (H),
Hoffenheim (A), Dortmund (H)


FC St. Pauli: Mönchengladbach (A),
Freiburg (H), Union Berlin (A),
Bayern München (H), Köln (H), Heidenheim (A),
Mainz (H), RB Leipzig (A), Wolfsburg (H)


FC Heidenheim: Frankfurt (A),
Bayer Leverkusen (H), Mönchengladbach (A),
Union Berlin (H), Freiburg (A), St. Pauli (H), Bayern München (A), Köln (A), Mainz (H)


MMS, 17.02.2026;  Aktualisierung: LW (letzter Stand, 09.03.2026 20:07 Uhr)

BVB an Archie Gray interessiert

Seit nun ein paar Tagen steht fest, dass Brandt beim BVB im Sommer nicht verlängert und beide Parteien dann nach sieben Jahren getrennte Wegen gehen. Klubs wie Barcelona sind anscheinend am Ex-Leverkusener dran, laut Sky wird auch Aston Villa gehandelt. Fest steht damit aber auch: Dortmund braucht einen neuen Zehner als Ersatz für Brandt. 

Nun hat man einen potenziellen Nachfolger gefunden. Der BVB ist an Tottenhams Archie Gray dran: Der Junge ist erst 19-Jahre alt und ein großes Talent. Er kam im Sommer 2024 für 41,25 Millionen von Leeds zu den aktuell abstiegsbedrohten Spurs, konnte dort in der Premier League und auch der Königsklasse ran. Da er aber einen Marktwert von 35 Millionen hat und man für Brandt kein Geld bekommt (außer das Gehalt, das wegfällt), muss man bei den Dortmundern einen Spieler verkaufen. Felix Nmecha machte diese Saison einen riesigen Schritt, könnte im Sommer nach Manchester wechseln. Sein Ausbildungsklub City ist an ihm dran, aber auch Rivale United. 

Gray wäre auf jeden Fall eine spannende Verpflichtung. Noch haben die Westfalen noch keine Gespräche geführt, doch Sebastian Kehl und Co. sind für den Sommer aktiv. Man holte schon den 17-Jährigen Kaua Prates und nun vielleicht Gray. Der BVB baut für die Zukunft auf junge Spieler. Auch zuletzt rund um Dortmund genannt war Joane Gadou. Der 19-Jährige Innenverteidiger, also auch ein Talent, kickt aktuell bei RB Salzburg, hat einen Marktwert von 12 Millionen. Sebastian Kehl beobachtete ihn laut Sky am Sonntagabend beim Spiel von RB gegen Rapid Wien. 

LW, 10.03.2026

Hoffenheim verpflichtet Vogt aus der Schweiz

Die TSG 1899 Hoffenheim hat den ersten Neuzugang für den Sommer gefunden. Der Champions-League Aspirant verpflichtet den Stürmer Alessandro Vogt von St. Gallen aus der Schweiz. Der 21-Jährige Schweiz-Italiener war schon lange hoch im Kurs bei den Kraichgauern, nun ist der Deal offiziell. Die TSG zieht die Kaufoption, die 2,7 Millionen Euro beträgt. Eine Ablöse, wo man sich in Hoffenheim deswegen nicht beschweren kann. Neben dem Fakt, dass man ihn dreieinhalb Millionen unter seinem Marktwert bekam, spielte das junge Talent  diese Saison in der Super-League 28 Spiele, dabei gelangen ihm 14 (!) Tore und 3 Vorlagen. Tolle Werte, er trägt damit maßgeblich zum Erfolg seiner Mannschaft dabei. Diese stehen nämlich aktuell auf Rang zwei, zwar sechs Punkte hinterm Tabellenführer, dem FC Thun, aber auch eben fünf Punkte vor dem Dritten, dem FC Lugano. Damit ist man auf Europa-League Kurs, bei der Meisterschaft hätte man sogar die Chance auf die Champions-League. 

Diese ist nun für Vogt aber mehr als realistisch. Denn die TSG ist auf Königsklassen-Kurs: Man ist zwar nur zwei Punkte vor dem Europa-League Platz, doch man ist das Überraschungsteam der Bundesliga und wird es sich wahrscheinlich nicht mehr lassen. Damit könnten die Kraichgauer ihre tolle Offensive noch einmal verbessern. Man hat vorne Fisnik Asllani, Tim Lemperle und Andrej Kramaric, falls er verlängert. Bazoumana Touré weiß auch, wie man Fußball spielen muss, Alex Prass spielt zuletzt offensiver, was sich gegen Heidenheim ja auch auszahlte. Er erzielte beim 4:2 Auswärtserfolg einen Doppelpack, traf erneut wie gegen Bremen mit einem Traumtor und bewies seine starke Form in diesen Kalenderjahr. Zudem kehren, wahrscheinlich, von ihren Leihen Haris Tabakovic, stark bei Gladbach unterwegs, Gift Orban (sehr erfolgreich, Kicksport berichtete) und der junge Eren Yardimci. Ein Sturm mit Zukunft. Denn jetzt bereits performen die Hoffenheimer. Das könnte nun im Sommer noch besser werden. Auch dank dem jungen Alessandro Vogt. 

LW, 09.03.2026

Wolfsburg entlässt Trainer Bauer- Hecking übernimmt

Beim VfL Wolfsburg kriselte es seit Wochen. Mittlerweile Platz 17, gleichbedeutend mit einem direkten Abstiegsplatz, kein Sieg in der Rückrunde. Nun setzten die Verantwortlichen bei Trainer Daniel Bauer eine Deadline. Gewinnt er im richtungsweisenden 6-, fast sogar 9-Punkte Spiel gegen den Hamburger SV, darf er bleiben. Falls nicht, wird die Reißleine nach langer Geduld mit dem 43-Jährigen gerissen. Nun ist es dies eingetroffen. Daniel Bauer wurde entlassen, mit ihm auch Geschäftsführer Peter Christiansen. Wolfsburg holte nämlich nicht mal einen Punkt, sondern verlor sogar im Spiel mit drei Elfmetern 2:1. Kein Aufbäumen, die Fans hatten am Anfang Support versprochen, dieses Versprechen auch lange gehalten, doch am Ende resigniert. Zudem kam nach Spiel die Botschaft in der Kurve: "Chance vertan- Rückhalt verspielt". Zudem verbrannten die Fans Schals ihrer eigenen Mannschaft, es entstand im Zwischenraum ein größeres Feuer. Auch auf dem Platz lagen die Nerven blank, während die HSV-Spieler einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt bejubelten waren natürlich auch die Wolfsburger Spieler angefressen. Es entstand eine Rudelbildung, es wurde geschubst, geschimpft, letztlich bekam VfL-Ersatzkeeper Marius Müller die Rote Karte. Die Nerven liegen blank in Wolfsburg.

Wer soll die Wolfsburger jetzt noch retten? Laut Kicker-Informationen übernimmt nun Dieter Hecking, zuletzt beim VfL Bochum, das Amt. Es wäre damit seine zweite Amtszeit als Wolfsburg-Trainer. Vier Jahre war er bei den Wölfen Trainer, er gewann 2015 den DFB-Pokal und den Supercup, er wurde dann 2016 entlassen. Nun kehrt er zurück. Christiansen ersetzt bisher keiner, Pirmin Schwegler rückt nun vermehrt in den Fokus und übernimmt mehr Verantwortung beim abstiegsbedrohten Wolfsburg, die den ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinshistorie verhindern wollen. Ob das mit Hecking, der schon öfters als Feuerwehrmann kam, gelingt, ist die andere Frage.

Denn Baustellen gibt es viele. Wolfsburg hat von der Einzelqualität einen guten Kader mit vielen "Stars", doch eine richtige Mannschaft ist es nicht. Viele, die den VfL als Sprungbrett nutzen, gemixt mit vielen jungen Spielern und nur wenige Routiniere. Nun muss Hecking einen Zusammenhalt, eine Chemie in der Mannschaft hinkriegen und Feuer entfachen. Den Ernst der Lage, so wirkt es, haben die Spieler erst gegen den HSV begriffen. Doch gegen den Aufsteiger verlor man nun auch, heute spielen noch Werder und St. Pauli, der Relegationsplatz und das rettende Ufer könnten im schlimmsten Fall heute Abend vier Punkte entfernt sein.

Eigentlich war Daniel Bauer nach der Entlassung von Paul Simonis (10. Spieltag, 2:1 gegen Werder, 7.11.25) gut gestartet, wurde dann im Dezember mit dem Amt des Cheftrainers als eigentlich dauerhafte Lösung belohnt. Nach einem verpatzen Debüt (1:3 zuhause gegen Bayer 04) holte man aus drei Spielen sieben Punkte (1:1 in Frankfurt, jeweils 3:1 Siege gegen Union und Gladbach) und war dann am 14. Spieltag Tabellen-13. Zum Jahresabschluss dann aber ein bitteres 3:4 gegen Freiburg, doch sportlich insgesamt von den Ansätzen ein einigermaßen versöhnliches Jahresende. Doch in 2026 lief so gut wie gar nichts mehr zusammen. Nach einer 8:1 Abreibung in München gewann man zwar gegen Pauli (2:1), doch kam gegen den Konkurrenten, Heidenheim, zuhause nicht über einen Punkt hinaus. Anstatt das der späte Ausgleich von Jenz mehr Schwung brachte, passierte genau das Gegenteil. Wolfsburg fiel in eine Krise. Bauer und seiner Mannschaft fehlte der nötige Wille, Biss und Energie. Aus den letzten sieben Spielen verlor man sechs (nur ein 2:2 gegen RB), nun die logische Folge, die Trennung. Vielleicht sogar zu spät. Der blasse Bauer am Seitenrand konnte nichts bewirken, sein Starensemble trudelte Richtung zweite Liga. Diesen Trend muss nun Dieter Hecking beenden und in der Autostadt das Ruder umreißen. Ob dem 61-Jährigen dies gelingt, ist eine andere Frage. Der im September entlassene Bochum-Coach, der den Abstieg nicht verhindern konnte und auch zum Start der 2. Bundesliga mit dem VfL patzte, wird nächste Woche Samstag (15:30 Uhr) ins kalte Wasser geworfen: Denn für die Wolfsburger geht es zum Champions-League Aspiranten aus Hoffenheim.

LW, 08.03.2026

Bayern gewinnen 4:1 gegen Gladbach und beweisen einmal mehr die Kaderbreite

Zur Pressekonferenz nach dem Spiel

Der FC Bayern München marschiert weiter durch die Liga. Nach dem Sieg im Klassiker beim BVB (3:2), der eigentlich schon meisterschaftsentscheidend war, waren die Münchner nun am Freitagabend zum Start des 25. Spieltages gegen Borussia Mönchengladbach gefordert. Diese Pflichtaufgabe gegen den Tabellen-12. löste der Rekordmeister souverän mit 4:1. Und das krasseste: Viele Stammspieler spielten gar nicht.

Harry Kane, natürlich immens wichtig für den FCB, war zuletzt mit vier Doppelpacken in Folge in Weltklasse-Form und jagt den Lewandowski Rekord von 41 Spielen. Dieser äußerte sich bei Sky heute zu und sagte: "Wegen ihm kann ich jetzt noch stolzer auf meinen Rekord sein. Harry Kane schießt immer so viele Tore, er spielt wirklich gut und leistet großartige Arbeit": Aktuell steht Kane bei 30 Toren, ihm fehlen noch zwölf, nun fehlte er gegen die Fohlen, er braucht also in neun Partien zwölf Tore. Heute mussten die Münchner ohne ihre Toptorschützen auskommen, er hatte Wadenprobleme, doch kein Problem für diesen Bayern-Kader. Nicolas Jackson bekam die Chance in der Startelf, er spielte im Schatten vom Engländer, der auch fast immer durchspielt, lange keine Rolle mehr, konnte nun aber für sich werben. Der Ex-Chelsea Spieler traf zum zwischenzeitlichen 4:0 nach Assist von Lennart Karl, zuvor hatte er den Elfmeter rausgeholt, den Musiala verwerte. Er vertrat den so sicheren Harry Kane gekonnt vom Punkt und traf damit nach seinem Comeback das erste Mal wieder in der Bundesliga. Bisher war nur bei der PSV in der Königsklasse ein Tor für den deutschen Nationalspieler bei rum gesprungen.

Kane war verletzt, doch die Münchner schonten auch noch Teile ihres Starensembles. Auf der Bank nahmen unteranderem zunächst Platz: Serge Gnabry, Jonathan Tah, Michael Olise und Alexandar Pavlovic. Und alle vier konnten sich den ungefährdeten Sieg über 90 Minuten aus der ersten Reihe angucken, es gab für Kompany keinen Grund, sie reinzuwerfen, also schonte er sie. Das muss man sich auch erstmal leisten können. Doch die Bayern sind personell und auch dann qualitativ in der zweiten Reihe und in der Breite so gut besetzt, dass Kompany jede Woche Kleber und Schere nehmen kann und sich eine Startelf seiner Wahl zusammenbauen kann. So spielte Leon Goretzka durch, Tom Bischof agierte als Rechtsverteidiger. Kim Min-jae vertrat Upamecano in der Innenverteidigung solide, Musiala startete statt Gnabry, Karl statt Olise. Und bei den Einwechslungen durfte der belgische Coach auch ein wenig experimentieren: Neben den gewohnten Stanisic und Guerreiro, die eine halbe Stunde Spielzeit bekamen, wechselte er zwei Talente ein: Der 17-Jährige Brasilianer Maycon Cardozo spielte das erste Mal in der Bundesliga, und dann direkt 30 Minuten. Der Mittelfeld-Mann David Santos, Portugiese; 19, ersetzte den Siegestorschützen der letzten Woche, Kimmich, in Minute 81 und kam zum zweiten Joker-Einsatz im deutschen Oberhaus. 

Auch Gegner Gladbach setzt ein wenig auf Talente. Während der von Leverkusen gekommene Sarco unter Polanski kaum eine Rolle spielt zeigte Mohya die letzten Wochen, was er kann, und stand dann gegen Union in der Startelf. Nun war er auf der Bank, ersetzte ihn Minute 84 den Winter-Neuzugang Hugo Bolin, der bisher für BMG noch nichts beitragen konnte. Fünf Minuten später kam er zu seinem ersten Profi-Tor für Gladbach, und das ausgerechnet beim Rekordmeister. Glückwunsch an den 17-Jährigen, er hatte es sich die letzten Wochen echt hart erarbeitet und verdient.

Das Tor schlucken musste Jonas Urbig. Manuel Neuer war nach mehrwöchigen Ausfall wieder in der Startelf gewesen anstatt des starken Vertreters Urbig. Doch wie in Bremen musste er zur Halbzeit raus. Noch ist unklar, ob es aufgrund des Muskelfaserrisses es eine Vorsichtsmaßnahme war oder doch irgendwas im ersten Durchschnitt passiert ist. Falls ja, wäre es das einzig negative an einem rundum gelungenen Bayern-Abend.

LW, 06.03.2026

Culbreath überzeugt beim Startelfdebüt

Es war relativ mutig von Kasper Hjulmand, doch er hatte auch nicht viele Möglichkeiten. Beim Nachholspiel gegen den Hamburger Sportverein, wo sich seine Mannschaft mit 1:0 durchsetzen konnte, stellte 53-Jährige Däne Montrell Culbreath in die Startelf. Der 18-Jährige Deutsch-Amerikaner hatte zuvor nur 13 Minuten Bundesliga auf dem Buckel. Er wurde zwar zweimal ulkiger Weise in der Königsklasse eingewechselt, doch dort spielte er auch insgesamt aber auch nur 26 Minuten. Und nun mehr als die bisherige Saison: 80 Minuten spielte er im Volksparkstadion, ehe er von Ernest Poku ersetzt wurde. 

Arthur war im Spiel gegen Mainz Leverkusen als Option weggefallen, er fehlt die restliche Saison aufgrund eines Syndemoseriss (gute Besserung). Dadurch musste auch Quansah auf die Rechtsverteidigerposition, Hjulmand stellte auch wegen mangelnder Rechtsaußen auf eine Viererkette um, damit eben Torschütze gegen Mainz, Quansah, auf die Rechtsverteidigerposition, Rechtsaußen wäre zu offensiv für den gelernten Innenverteidiger. Also statt gewohnten 3-2-4-1 nun ein 4-4-2. Culbreath agierte dabei als Zehner, der jedoch auch nach rechts rücken sollte, was er auch tat. Dadurch kam Jonas Hofmann nicht in die Frage für diese Position, einzige Option war Poku, der dann auch Culbreath ersetzte. Höjlund entschied zum Start für den in Landstuhl geborenen Mittelfeldspieler. Und es war kein Fehler. 

Culbreath bekam die Chance, "time to shine", und nutzte dies als Bewerbung für mehr Einsatzzeit. Er agierte auf der rechten Außen wuselig und war sich nicht zu schade, auch defensiv zu helfen. Er agierte schon relativ souverän für seine gerade mal 18 Jahre, die Bälle kamen immer sauber an. Zudem war er beim Siegtor beteiligt, er leitete über die rechte Seite mit Quansah ein ehe letztlich Maza, starke Leistung des Ex-Herthaners, das Auge für Kofane hatte, der wuchtig zum goldenen Tor traf. Culbreath zeigte, dass er mit dem Druck Startelf, 1. Bundesliga, Hexenkessel Volksparkstadion zurecht kommt und machte Lust auf mehr. Neben seinem persönlichen Erfolg war es ein gutes Startelfdebüt, denn Leverkusen nahm die drei Punkte mit und rückt wieder bis zu zwei Punkte an die Champions-League ran und hat Platz sieben mittlerweile so gut wie sicher.

LW, 05.03.2026

Boniface spricht das erste Mal über seine Reha und Comebackpläne

Quelle: youtube.com- Boniface TV

Victor Boniface musste sich Anfang des Jahres nach anhaltenden Knieproblemen einer OP unterziehen, nun meldet er sich via eigenem YouTube Kanal an seine Fans und gibt ein erstes ausführliches Update zu seinem Stand und Comebackplänen. In einem 21-minütigen Video erzählt in seinem Lamborghini auf dem Weg zum Trainingsgelände von Bayer 04 über seinen Prozess, dann ist er beim Physiotherapeut und zeigt sich bereits in Aktion auf dem Platz. Natürlich noch etwas langsamer, aber eigentlich nach der OP schon überraschend gut. Schließlich kommt der Nigerianer besser voran als gedacht, Peter Niemeyer, Sportdirektor vom Leihklub Werder, prognostizierte, dass Big-Vic diese Saison "wahrscheinlich nicht mehr für Werder auflaufen wird". Doch es sieht nun auch besser, Boniface sagte folgendes zu seinen Comebackplänen: "Ich freue mich am meisten darauf, auf den Platz zurückzukehren und wieder Fußball zu spielen. Ich will wieder Spiele bestreiten und hoffentlich nach Bremen zurückgehen. Wenn ich schnell fit werde, kann ich hoffentlich noch für Werder Bremen spielen."

Er will also wieder für Werder auflaufen, gleichbedeutend ist sein Plan, diese Saison noch zurückzukehren, denn da ist die Leihe vom 25-Jährigen und dem SVW wieder beendet. Beide Parteien würden auf ein nicht erfolgreiches Kapitel zurückblicken. Boniface blieb bei Werder torlos (2 Assists) ehe er operiert werden musste. Boniface wirkt eigentlich gut gelaunt, nach Kniemassage etc. ging er auf den Platz, wo er seit zwei Wochen wieder trainiert. Auf dem Programm standen Lattenschießen, Slalomläufe, Volley-Ballzurückgaben und die ersten Abschlüsse. Anschließend ging es Gym, wo auch nochmal trainiert wurde, spezifisch für die Beine, um das Knie, wo er einen Knorpelschaden erlitt, wieder heranzuführen. Der Stürmer lief eigentlich auf dem Platz immer rund, nur bei der Beinpresse merkte man noch, dass er Schwierigkeiten hat. Aber auch verständlich, sonst sieht es gut aus, auch Boniface sagt, es liefe super. Zudem sagte: "Wenn ich mir alte Videos von mir auf dem Platz angucke, was ich dort gemacht habe, wie glücklich ich war. Da will ich wieder hinkommen. Ich weiß, wie hart ich dafür arbeiten muss, um dieses Gefühl wieder zu haben." Am "Mindset" scheitert es beim Double-Sieger aus 2024 definitiv nicht, er braucht keinen, der ihn pusht, er pusht sich selbst, zudem motiviert ihn, dass er bald wieder glücklich auf dem Platz stehen kann. Seine lockere Art hat er nicht verloren, er kündigte auch an, dass dann wieder die Insta-Posts wieder zurückkommen, wo Boniface Woche für Woche unter seine Spieltags-Posts die Menschheit mit seinen Weisheiten lehrt. 

Sportlich bräuchte die Grün-Weißen den physisch starken Neuner definitiv: Man ist aktuell 17., es herrscht eine Stürmernot: Boniface würde auch für drei, vier Spiele noch helfen, um den Abstieg irgendwie zu verhindern. Denn klar ist auch: Steigt Bremen ab, wird der Re-Start ganz schwer. Finanziell, zudem gehen dann die meisten von den vielen Leihspielern. Und ein Klassenerhalt wäre auch ein Argument für Boniface. Denn klar ist, bei Bayer wird er keine Zukunft mehr haben, er würde sich hinter Schick, Kofane und Terrier anstellen, für beide Parteien wäre dies nicht ideal. Zudem wird es für Boniface im Sommer nicht den großen Markt geben, aufgrund der Verletzungshistorie etc. Eine Chance für Werder? Viele, die es mit den Hanseaten halten, wünschen sich eine erneute Leihe, vielleicht sogar mit Kaufoption. Der Nigerianer fühlte sich in Bremen wohl und ein fitter Big-Vic würde Werder definitiv verstärken. Es wäre eine Win-Win Situation. Doch jetzt muss Boniface erstmal wieder fit werden, aktuell ist er auf einem guten Weg. 

LW, 26.02.2026

BVB verpflichtet Kaua Prates

Es hatte sich schon länger abgezeichnet, nun ist es offiziell. Die Dortmunder haben ihren ersten Sommer-Neuzugang. Kaua Prates heißt der junge Mann, erst 17 Jahre alt, er kommt im Sommer bzw. wenn nach seinem 18. Geburtstag. Der Brasilianer, U-17 Nationalspieler der Selecao, spielt aktuell bei Cruzeiro und hat dort Sebastian Kehl und Co. überzeugt. Immerhin lassen sich die Dortmunder seine Dienste auch etwas kosten: 12 Millionen überweist der BVB nach Brasilien zum Klub, wo der variabel einsetzbare Verteidiger auch ausgebildet wurde. Einen langfristigen Vertrag bekam er auch, bis 2031, zudem ist er jetzt schon voller Vorfreude: "Ich bin sehr stolz, dass ich ab Sommer für diesen großen Klub spielen darf". Für Dortmund ist dieser Transfer auch nötig, schließlich wurde im Winter nichts gemacht, die Defensive ist dünn besetzt. Klar ist auch, er darf erst ab Sommer helfen. Für die Abwehr hat der BVB nun für die Zukunft erstmal vorgesorgt: Neben Reggiani, der unter der Woche in der CL direkt in der Startelf debütierte, hat man Filippo Mane und nun auch noch Prates. Ein interessanter Weg mit vielen Talenten, der definitiv in den nächsten Jahren Früchte tragen kann. Denn so junge Spieler, die von Leadern wie Can oder Schlotterbeck in der IV an die Hand genommen werden, können definitiv funktionieren. Dieser Mix aus Erfahrung und Talenten in Dortmunds Verteidigung könnte die nächsten Jahre interessant werden. Lars Ricken derweil schwärmt über den Brasilianer: "Er ist noch sehr jung und zählt zu den talentiertesten Spielern in Südamerika. Wir sind überzeugt davon, dass er mit seinen Fähigkeiten, seinem Ehrgeiz und seinem Entwicklungspotenzial sehr gut zu Borussia Dortmund passt." Für den BVB spielen darf er dann offiziell nach dem 12. August, wenn er seinen 18. Geburstag feiert.

LW, 19.02.2026