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Doppelpacker Raphinha entscheidend: Barca besiegt Real mit 3:2 in packendem Supercopa-Finale
Der FC Barcelona hat zum zweiten Mal in Folge den Supercup gewonnen. Mit 3:2 zu besiegten die Katalanen im El Clasico den Konkurrenten aus Madrid. Alonso bleibt damit weiter als Real Trainer ohne Titel, was nun für ihn auch Folgen hat. Der ehemalige Leverkusen Coach wurde von seinem Traineramt befreit. Hansi Flick währenddessen gewinnt in seinem achten Finalspiel sein achtes Finale. Mr. Finale coachte Barcelona im King Abdullah Stadion in Jeddah zum Titel. Von den Halbfinal und Final Ansetzungen in Saudi-Arabien kann man halten was man will... Maßgeblich daran beteiligt war daran natürlich auch Finalheld Raphinha, der gefühlt in Ko.-Runden seinem normalen Können noch einen draufsetzt. Letzte Saison überragte er schon in der Champions-League, nun traf er gegen Real doppelt.
Der Brasilianer hatten Barca bereits nach 36 Minuten in Führung gebracht. Nach einer ausgeglichen Anfangsphase mit kleinen Vorteilen für Barca setzte Real in Person von Vini Jr. die erste Duftmarke. Danach entdeckte auch Barca sein Offensivspiel, Chancen wechselten sich auf beiden Seiten ab. Raphinha verpasste dann eine starke Chance nach Zuspiel von Yamal kläglich, machte diesen Fauxpas dann aber zwei Minuten später wieder gut. Barca nahm den Schwung der Führung mit, Real wackelte und konnte sich dann zweimal bei seinem Rückhalt Thibaut Courtois bedanken. Doch die Führung des spanischen Fußballmeisters hielt nicht lange an. In die Druckphase hinein glich Real aus. Vini Jr. beendete nach 18 torlosen Spielen seine Durststrecke und belohnte sich nach einem Weltklasse-Solo im Fallen mit dem Treffer. Dieses Tor war der Beginn einer wilden Schlussphase der ersten Hälfte. Nach einem klasse Steckpass von Pedri lupfte Lewandowski wie in seinen alten Tagen bei den Bayern über Courtois. Der Pole abgezockt wie eh und je. Auf der Gegenseite hat der Mbappé Vertreter, der genauso wie Alaba sein Comeback nach Verletzung feierte, Goncalo Garcia, deutlich weniger Erfahrung, dass Tor kann er trotzdem treffen. Auch wenn ein bisschen Glück dabei war. Nach einer Ecke traf Huijsen per Kopf erst nur die Latte, ehe Goncalo Garcia im Fallen schoss und der Ball nach einem erneuten Lattentreffer in die linke Ecke einschlug. Der Stürmer aus der eigenen Jugend, "La Fabrica", bestätigte damit seine starke Form. Mit dem 2:2 ging es dann auch in die Katakomben.                  Nach der Pause verpasste es Real insbesondere durch Vini Jr in Führung zu gehen. Zweimal scheiterte der im Vergleich zu den letzten Wochen deutlich verbesserte Flügelspieler am starken Joan Garcia (52., 56.). Auch sein Nationalteamkollege Rodrygo, nach Vorlage von (natürlich) Vini Jr, kam nicht am Keeper der Katalanen vorbei (63.). So verpassten die Königlichen ihre starke Phase mit einem Tor, gleichbedeutend mit der Führung, zu krönen. So kam Barcelona wieder zurück und nach einer Chance durch Lamine Yamal (72.) ging Barca kurz danach in Führung. Raphinha gelang der Doppelpack. Im Fallen schloss der 29-jährige ab. Da Innenverteidiger Asencio abfölschte, Courtois aber schon in die linke Ecke unterwegs war schlug der Ball relativ zentral ins Gehäuse ein. Die Schlussphase sollte es dann nochmal in sich haben. Nachdem Alonso seinen letzten Trumpf mit Mbappé brachte fällte de Jong eben genau diesen zum Beginn der Nachspielzeit sehr hart und bekam die Ampelkarte. Sehr berechtigt, da der Niederländer mit offener Sohle komplett ohne Grund ins Schienbein vom Real-Superstar sprang. Dadurch zog sich die fünf Minuten angezeigte Nachspielzeit etwas in die Länge ziehen. Und wie in jeder dramatischen Schlussphase gibt es am Abschluss noch eine Großchance. Nachdem zuvor Rashford die Entscheidung auf dem Fuß hatte (90+5) vergab auf der Gegenseite eine Minute später Linksverteidiger Alvaro Carreras nach starker Kombination zentral vor Garcia kläglich und schoss in viel zu leicht in die Hände des Spaniers. Nachdem in der 90+8 auch ein Asencio Kopfball in die Arme vom Keeper ging war das Spiel aus. Barcelona gewann in einem spannenden und hochklassigen Finale und sammelt damit den ersten Titel der Saison. Wenn es in der Liga so weitergeht wird es nicht der letzte gewesen sein...
LW, 12.01.2026
Aufstellungen:
Barca:
Garcia- Balde, Eric, Cubarsi, Kounde- Pedri, de Jong, Fermin- Raphinha, Lewandowksi, Yamal
Real:
Courtois- Carreras, Huijsen, Tchouameni, Asencio- Camavinga, Bellingham, Valverde- Rodrygo, Gonzalo- Vini Jr
Tore:
1:0 36. Raphinha (Barca), 1:1 45+2 Vini Jr (Real), 2:1 45+4 Lewandowski (Barca), 2:2 45+6 Gonzalo (Real), 3:2 73. Raphinha (Barca)
Karten:
57. Eric (gelb) (Barca), 57. Asencio (gelb) (Barca), 57. Valverde (gelb) (Real), 82. Carreras (gelb) (Real), 86. Pedri (gelb) (Barca), 90+1 de Jong (rot) (Barca)
Auswechslungen:
66. Olmo für Fermin, Ferran Torres für Lewandowski (Barca), 68. Güler für Valverde (Real), 76. Alaba für Huijsen, Mbappé für Gonzalo (Real), 82. Mastantuono für Vini Jr, Ceballos für Camavinga (Real), 83. Martin für Eric, Rashford für Raphinha (Barca),  90+3 Araujo für Yamal (Barca)
Man of the Match:
Raphinha
Der Brasilianer entscheidete durch seinen Doppelpack und seinen entscheidenden Treffer das Spiel. Auch sonst war er aktiv, hatte seine Chancen und war bis zu seiner Auswechslung in der 83. Minute ein ständiger Gefahrenherd.

Highlights:





Paukenschlag bei Real Madrid! Alonso entlassen!
Was für ein Beben in Madrid! Und plötzlich ist der ehemalige Leverkusener Erfolgstrainer weg! Nach der 2:3-Niederlage im Supercopa-Finale gegen Erzrivale Barca nun das abrupte Ende der Zusammenarbeit der Königlichen mit dem Spanier.
Nach nur sechs Monaten im Amt erfolgt die Trennung als derzeitiger zweiter Platz in La Liga, vier Punkte hinter dem FC Barcelona. Auch ist man siebter Platz in der Champions League, der zur direkten Qualifikation für das Achtelfinale berechtigt. Desweiteren sind die Madrilenen auch in der Copa del Rey noch nicht ausgeschieden und stehen im Achtelfinale gegen Zweitligist Albacete. Also immer noch gute Chancen auf das Triple - woran hat es dann gelegen?
Auch die letzten fünf Pflichtspiele vor besagter Finalniederlage gingen alle gewonnen. Trotzdem hatten sich die Madridistas einen spielerischen Umschwung nach der Ära Ancelotti gewünscht. Diesen Wunsch konnte der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler nur bedingt erfüllen, häufig gab es in den wichtigen Spielen Dämpfer, auch bei der Klub-WM überzeugte das Team um Vini, Mbappe und Co nur in Teilen. Und bekanntlich hat Real Madrid immer den Anspruch, jeden Titel zu gewinnen, vor allem nach der letzten Saison, die titellos endete, was auch der Grund für die Einstellung Alonsos war. Diesen hohen Ansprüchen
konnte er (noch) nicht standhalten. Alvaro Arbeloa, bisheriger Trainer von Real Madrid Castilla steigt nun zur ersten Mannschaft auf.
MMS, 13.01.2026