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Schalke dank 4:1 Sieg gegen Münster dem Ziel Bundesliga ganz nah!
S04 hat Schlusslicht Preußen Münster weiter ohne Katic und Dzeko mit 4:1 besiegt. Die Spieler des Tages waren dabei Kenan Karaman, Adil Aouchiche und Dejan Ljubicic, die alle drei mit zwei Scorern glänzten (Karaman: ein Tor, ein Assist; Ljubicic: zwei Assists; Aouchiche: ein Tor, ein Assist).
Coach Miron Muslic änderte auf Schalker Seite zweimal in der Startelf: Sowohl Ayhan als auch Karaman kamen nach Gelbsperre zurück, Sanchez und Gomis fanden sich dadurch auf der Bank wieder. Bei den , das dritte Spiel für Coach Alois Schwartz (bisher zwei Punkte, zweimal 0:0), änderte der Trainer die Startelf personell einmal, aber nicht gewollt: Mees hatte muskuläre Probleme, Baptista Meier ersetzte ihn.
Schalke war der Favorit gegen den Tabellenletzten und so sah das Spiel auch: S04 dominierte, doch verpasste seine Möglichkeiten zu nutzen. Münster, die in der Amtszeit von Schwartz auch nicht mit Offensivgefahr bestechen, blieben harmlos und unterlegen. Doch bis zum Treffer musste sich die volle Veltins Arena länger gedulden: Nach einem Fehlpass vom Ex-Unioner Paul Jaeckel fand die Flanke des Ex-Kölners, Dejan Ljubicic den Kopf von Kenan Karaman, dem bereits sein 13. Saisontreffer gelang. Bereits erwähnt: Der 32-jährige hatte letzte Woche gefehlt, doch auch ohne ihn hatten die Königsblauen einen immens wichtigen Sieg in Elversberg gefeiert. Die hatten am Freitagabend zwar gewonnen (3:0 gegen den KSC), doch im direkten Duell hatten Hannover und Paderborn gestern die Punkte getrennt (1:1). Dadurch war das Spiel für Schalke heute sehr wichtig, ein Sieg ein großer Schritt Richtung Aufstieg. Und es wurde aus Hausherren Sicht noch besser: In Minute 45 zappelte es erneut im Münsteraner Netz, Torwart Johannes Schenk erneut geschlagen, doch diesmal vom eigenen Mann: Nach einer Flanke von Adil Aouchiche hüpfte Timo Becker vorbei, so traf der Ball den Kopf von Abwehrmann Jannis Heuer, der ins eigene Tor nickte, 2:0. Dies war auch der Pausenstand.
Zur Pause wechselte Schwartz zweimal: Schulz und Rondic kamen, der blasse Baptista Meier und der angeschlagene Preißinger blieben in der Kabine. Münster musste mehr machen, man hatte vor der Pause keinen Torschuss. Doch auch die Wechsel änderten nicht viel: In Minute 51 belohnte sich Aouchiche für eine gute Leistung, doch Schenk, zuvor bester Spieler auf Gäste-Seite mit vielen Paraden, ließ den Ball durchrutschen, bitter. Sechs Minuten später meldete sich der Gast dann auch vor dem Tor an, doch Karius war auf der Höhe. Und die Tore machte auch weiter Schalke: Flanke vom eingewechselten Lasme, Kopfball-Verlängerung von Karaman, Volley Sylla, 4:0, siebter Saisontreffer für den 27-jährigen. Danach passierte nicht mehr viel, Schalke schaltete mindestens einen Gang runter. Immerhin aus Sicht von Münster: Joker Shin Yamada traf eine Minute nach seiner Einwechslung, das erste Tor für das Team unter Alois Schwartz. Für die Hausherren änderte dies logischerweise nichts mehr. Für S04 auch noch positiv: Zeitgleich mit Yamada wurde Dylan Leonard eingewechselt, der 18-jährige feierte seinen ersten Einsatz für die Profis, gleichbedeutend mit dem ersten Zweitligaspiel, Glückwunsch! Nach dem Tor geschah nichts mehr, Schalke gewann souverän und hochverdient mit 4:1 gegen das Schlusslicht.
Dadurch machen die Knappen einen riesen Schritt Richtung Aufstieg: Der Tabellenführer hat nun sieben Punkte Vorsprung auf den Vierten auf Hannover bei vier verbleibenden Spielen. Heißt: Für S04 geht es zu 99,9 % mindestens in die Relegation, undenkbar, dass man diesen Vorsprung noch hergibt. Auch fast undenkbar ist der Absturz für Schalke auf Rang drei nun auch: Auf die Elv aus Elversberg sind es nun auch stolze sechs Punkte. Nächste Woche hat Schalke gegen Paderborn ein schwieriges Spiel, mit einem Sieg, spätestens im Spiel gegen den 14. aus Düsseldorf sollte man eigentlich durch sein.
In Münster wäre man gerne mit dem Klassenerhalt durch, doch: Man bleibt Letzter, das rettende Ufer ist vier Punkte entfernt, der Relegationsplatz drei Punkte. Immerhin: Düsseldorf, Braunschweig und Bielefeld gewannen nicht, doch Fürth setzte sich ein wenig ab durch den überraschenden Sieg gegen Darmstadt (3:2), die nun fünf Punkte gutmachen müssen auf den Dritten aus Elversberg, die Lillien sind abgeschlagen. Münster muss nun selbst liefern, doch nach einem immens wichtigen Spiel nächste Woche gegen Bielefeld folgen noch Hannover, Darmstadt und Elversberg. Verliert man nächste Woche gegen die Arminia wird ein Klassenerhalt fast undenkbar.
LW, 19.04.2026