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Auf St. Pauli sind neue Stürmer im Gespräch
Alexander Blessin, Cheftrainer des FC St. Pauli, hatte es nach der Nullnummer im
Hamburger Stadtderby angedeutet: Die Kiezkicker, die den nach Toren (geteilt mit
Stadtrivale HSV und Heidenheim) schwächsten Angriff der Liga stellen mit nur 17 Toren,
sind nach Verstärkungen bemüht. Hountondji ist verletzt, Kaars und Jones sind zu
unkonstant, Pereira Lage nicht torgefährlich und Ceesay hat noch kein Bundesliganiveau.
Diese drei Namen kursieren als Gerüchte rund um den FCSP:
Morgan Guilavogui, 27 Jahre alt, war bereits letzte Saison an die Kiezkicker ausgeliehen.
In 27 Spielen für die Boys in Brown schoss der Nationalspieler Guineas sieben Tore
(Bundesliga: in 25 Einsätzen sechs Tore, DFB-Pokal in zwei Einsätzen ein Tor) und eroberte
das Herz der Fans im Nu. St. Pauli kaufte den 1,89 Meter großen Stürmer per Kaufoption,
die in der Leihe verankert war, für drei Millionen Euro, jedoch zog der Stammverein von
Guilavogui, der RC Lens, die Rückkaufklausel für 4,5 Millionen Euro. Auch im Winter 2026
kursieren noch Gerüchte um eine Rückkehr Guilavoguis, der beim aktuellen Tabellenzweiten
der Ligue 1 nur auf drei Einsätze von Beginn an kommt. Jedoch fordern die Verantwortlichen
des RC Lens eine zu hohe Ablöse für den jüngeren Bruder von Josuha Guilavogui
(Ex-Wolfsburg und Mainz) und aus der MLS soll ein konkretes Angebot von Real Salt Lake
City für sechs Millionen Euro plus Boni vorliegen. Eine Rückkehr von Guilavogui würde
finanziell sehr schwer stemmbar für die Hamburger sein und ist deshalb auch sehr
unwahrscheinlich.
Rodrigo Castillo, 26 Jahre alt, spielt in der 1. Liga Argentiniens beim CA Lanús, hat diese
Saison in zwei Saisonspielen zwei Scorer vorzuweisen, letzte Saison verzeichnete der 1,87
große Argentinier in 43 Spielen 16 Scorer. Scott Christensen, Area Manager AR & South
America bei “Transfermarkt” beschrieb Castillo gegenüber “Transfermarkt.de” wie folgt
:”Rodrigo Castillo ist ein großer, aber technisch versierter Mittelstürmer. Er ist nicht der Typ,
auf den man einfach nur lange Bälle spielt, sondern bewegt sich gut in die freien Räume und
kann dribbeln. Tatsächlich war sein wohl wichtigstes Tor im Halbfinale der Copa
Sudamericana gegen Universidad de Chile ein Dribbling gegen den Torwart“. Rodrigo
Castillo wird jedoch auch mit den Boca Juniors in Verbindung gebracht. CA Lanús fordert
laut Gerüchten ca 10 Millionen US-Dollar, also ca 8,3 Millionen Euro. Dies dürfte zu viel Geld
für St. Pauli sein.
Taichi Hara, 26 Jahre alt, spielt in der ersten japanischen Liga bei Kyoto Sanga, hat jedoch
auch schon Erfahrung in Europa (Belgien und Spanien) gesammelt. Hara verzeichnete in
der letzten Saison in 37 Spielen 16 Scorer, des Weiteren gilt er als stärkster Spieler der
J1-League bei Kopfbällen. Kyoto Sanga hat bereits bestätigt, dass Hara nicht in Japan
bleiben wird und ins Ausland wechselt. Da sein Vertrag am 31.01 ausläuft, würde der
Japaner keine Ablöse kosten und sich dem japanischen Duo aus Joel Chima Fujita, erst
letzten Sommer gekommen, Shootingstar der Kiezkicker und Tomoya Ando, diesen Winter
gekommen, der auch schon sehr stabil ist, anschließen. Der Transfer soll schon fast durch
sein.
MMS; 28.01.26
Der FC St. Pauli verpflichtet Mathias Rasmussen
Ein echter Wow-Transfer: Mathias Rasmussen, kann zentrales Mittelfeld, defensives
Mittelfeld und Linksverteidiger spielen, ist belgischer Meister und Superpokalsieger
geworden mit Union Saint-Gilloise letzte Saison, norwegischer Pokalsieger (2022) mit SK
Brann Bergen und belgischer Pokalsieger mit eben jenen Belgiern (2024). Dazu bringt er
reichlich internationale Erfahrung mit, spielte fünf von möglichen sieben Spielen in der CL
diese Saison, spielte auch schon Conference League und EL. Dazu liegt das fußballerische
Talent wohl in der Familie, schließlich ist Rasmussen der Cousin vom Dortmunder Ryerson.
Auch besitzt der Norweger Erfahrung in den U-Nationalmannschaften seines Landes. Es gilt
zu hoffen für alle Fans der Kiezkicker, dass Rasmussen es schafft eine gute defensive
Balance mir offensiver Kreativität zu verbinden, um die Offensivgefahr zu erhöhen.
MMS; 24.01.26
MMS, 13.01.26
Irvine! IMMER VERLETZT!
Und wieder der linke Fuß. Jackson Irvine, Kapitän des FC St. Pauli fehlt seiner Mannschaft “bis auf Weiteres”, wie der FCSP bekannt gab. Im April 2025 stand bereits eine Zwangspause für Irvine an, da der Australier sich einer Operation unterziehen musste aufgrund einer knöchernen Stressreaktion im linken Fuß, die Rückkehr in die Bundesliga nach der Verletzung erfolgte erst Ende Oktober. Nach einigen Einsätzen als Joker im Oktober und November schaffte er es dann im Dezember in allen Pflichtspielen in die Startelf der Kiezkicker. Er kam immer besser rein und trieb das Spiel der Boys in Brown an, weshalb der erneute Ausfall auf unbestimmte Zeit noch mehr ins Gewicht fällt. Auch der kurzfristige Ausfall von Danel Sinani aufgrund von Wadenproblemen ist ein weiterer herber Rückschlag für die Hamburger. So wird Cheftrainer Alexander Blessin im Spiel gegen Wolfsburg wahrscheinlich Metcalfe bringen müssen, diese Saison kein gesetzter Stammspieler.
Die Kiezkicker brauchen meiner Meinung nach ohnehin schon einen kreativen Mittelfeldspieler, der die vorhandenen Stürmer einsetzt und kreative Ideen im Offensivspiel mitbringt. Vielleicht lösen die Verletzungen von Irvine und Sinani Bewegung aus in Sachen Neuverpflichtungen oder Leihen auf St. Pauli.