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Mögliche Aufstellungen der Bundesligisten 2026/27

Allianz Arena Stadionführung


Inhaltsverzeichnis:

Das Restprogramm der Bundesligisten

Riera auf der Suche nach Balance

Bayer 04 holt vielversprechenden Alajbegovic zurück

BVB an Archie Gray interessiert

Hoffenheim verpflichtet Vogt aus der Schweiz

Wolfsburg entlässt Trainer Bauer- Hecking übernimmt

Bayern gewinnen 4:1 gegen Gladbach und beweisen einmal mehr die Kaderbreite


Das Abschlussprogramm der Bundesligisten
Der 27. Spieltag der Bundesliga-Saison 25/26 ist bereits Geschichte, es geht in die heiße
Phase. Um einen Überblick über die nächsten Gegner zu haben, hat Kicksport euch hier
eine Übersicht gestaltet (wird jede Woche aktualisiert).


Bayern München: St. Pauli (A), Stuttgart (H), Mainz (A), Heidenheim (H),
Wolfsburg (A), Köln (H)


Borussia Dortmund: Bayer Leverkusen (H), Hoffenheim (A), Freiburg (H),
Mönchengladbach (A), Frankfurt (H), Bremen (A)


TSG 1899 Hoffenheim: Augsburg (A), Dortmund (H), Hamburger SV (A), Stuttgart (H), Bremen (H),
Mönchengladbach (A)


VfB Stuttgart: Hamburger SV (H), Bayern München (A), Bremen (H), Hoffenheim (A),
Leverkusen (H), Frankfurt (A)


RB Leipzig: Mönchengladbach (H), Frankfurt (A), Union Berlin (H), Bayer Leverkusen (A),
St. Pauli (H), Freiburg (A)


Bayer Leverkusen: Dortmund (A), Augsburg (H),
Köln (A), RB Leipzig (H), Stuttgart (A), Hamburger SV (H)


Eintracht Frankfurt: Wolfsburg (A),
RB Leipzig (H), Augsburg (A), Hamburger SV (H), Dortmund (A), Stuttgart (H)


SC Freiburg: Mainz (A), Heidenheim (H), Dortmund (A), Wolfsburg (H), Hamburger SV (A), RB Leipzig (H)


Hamburger SV: Stuttgart (A), Bremen (A), Hoffenheim (H), Frankfurt (A), Freiburg (H),
Bayer Leverkusen (A)


Union Berlin: Heidenheim (A), Wolfsburg (H), RB Leipzig (A), Köln (H), Mainz (A), Augsburg (H)


FC Augsburg: Hoffenheim (H), Bayer
Leverkusen (A), Frankfurt (H), Bremen (A), Mönchengladbach (H), Union Berlin (A)


FC Köln: Bremen (H),
St. Pauli (A), Leverkusen (H), Union Berlin (A), Heidenheim (H), Bayern München (A)


Borussia Mönchengladbach: RB Leipzig (A), Mainz (H), Wolfsburg (A),
Dortmund (H), Augsburg (A), Hoffenheim (H)


FSV Mainz 05: Freiburg (H), Mönchengladbach (A), Bayern München (H),
St. Pauli (A), Union Berlin (H), Heidenheim (A)


VfL Wolfsburg: Frankfurt (H),
Union Berlin (A), Mönchengladbach (H),
Freiburg (A), Bayern München (H), St. Pauli (A)


SV Werder Bremen: Köln (A), Hamburger SV (H), Stuttgart (A), Augsburg (H),
Hoffenheim (A), Dortmund (H)


FC St. Pauli: Bayern München (H), Köln (H), Heidenheim (A),
Mainz (H), RB Leipzig (A), Wolfsburg (H)


FC Heidenheim: Union Berlin (H), Freiburg (A), St. Pauli (H), Bayern München (A), Köln (A), Mainz (H)


MMS, 17.02.2026;  Aktualisierung: LW (letzter Stand, 06.04.2026, 21:23 Uhr)

Uzun wechselt vielleicht, auch wegen Albert Riera

Riera auf der Suche nach Balance- Coach jetzt schon in der Kritik

In seinen zwei Monaten bisher in Frankfurt hat Albert Riera viel erlebt. Deutliche Heimsiege wie gegen Gladbach (3:0), aber auch bittere Pleiten (2:1 in Mainz) und schwache Leistungen. Doch letztere häufen sich in letzter Zeit. Der Spanier ist auf der Suche nach Balance, auch er ist nun in der Bringschuld. Denn Kritik hat er schon jetzt eingeheimst. Eine Analyse von Kicksport-Redakteur LW.

Der Coach muss den Spagat zwischen Offensive und Defensive hinkriegen. Zum Start fokussierte er sich ganz klar auf die Basics, fing in der Defensive an. Nachvollziehbar, denn zum Zeitpunkt nach seiner Amtsübernahme (übernahm am 21. Spieltag) hatte die SGE mit schon 45 Toren in 20 Spielen (2,25 Gegentore im Schnitt) mit dem Schlusslicht Heidenheim die schlechteste Defensive der Liga. Rieras Plan funktionierte auch erst: Gegen Union fing man nur ein Gegentor, in den Heimspielen gegen Gladbach und Freiburg gar keins. Gegen die Bayern kann mal verlieren, es war dann ja doch noch knapp (3:2 nach 3:0). Es war kein schlechter Start von Riera, aber in Spielen wie gegen Union wurde klar, dass die SGE sich trotzdem mit ihrer Qualität auch auf die Offensive konzentrieren muss. Denn gegen die Bayern stand die Abwehr alles andere als bombenfest. Nach dem Freiburg-Spiel, dem wichtigen Dreier gegen den Konkurrenten, folgte der Einbruch. Die Eintracht meisterte die letzten Wochen den Mix aus stabiler Defensive und torgefährlicher Offensive gut, doch dann verwunderten die Auftritte: Frankfurt spielte viel passiver. 

Denn was feststeht: Wenn man Europa kämpft muss man sich nun gegen die Mannschaften St. Pauli, Heidenheim, Mainz und Köln mehr holen als fünf Punkte. In der Hansestadt spielte man 0:0 und das eher glücklich, gegen das Schlusslicht zitterte man sich dank dem starken Kalimuendo zum 1:0 Sieg. Die logische Folge war die Pleite gegen Mainz. Es hatte sich die letzten Wochen angedeutet, was die SGE da zusammen gespielt hatte war nicht einem Europa-Anwärter entsprechend und teils erschreckend. Nach der Mainz-Pleite war Länderspielpause, der spanische Fußballehrer hatte Zeit in der letzten Länderspielpause der Saison, noch einmal Probleme zu lösen und zu verbessern für den Endspurt.

Doch gegen den Effzeh aus Köln zeigte man sich zwar anders, aber nicht verbessert. Nach einer ersten eher ruhigeren Hälfte spielte man offensiv und belohnte sich mit zwei Toren. Denn offensiv hat Frankfurt mit Burkardt, Kalimuendo, Amaimouni, Knauff oder Chaibi zweifelsohne die nötige Qualität (ein gewisser Uzun und Ebnoutalib kommen nun nach Verletzung auch wieder!). Weniger Passivfußball, mehr Erfolg? Denkste! Denn nach 69 Minuten stand es 2:0, Feierlaune im gewohnt lauten Deutsche-Bank Park. Doch anstatt Ruhe rein zu bringen präsentierte sich die SGE diesmal hinten zu löchrig. Man stand ungewohnt hoch und ließ den Kölner in den Halbräumen viel zu viel Lücken. Man verteidigte teils Mann zu Mann, die Sechser standen viel zu hoch. Die logische Folge? Eine Minute nach dem 2:0, der Torschrei hallte noch durch die Arena, verkürzten die Gäste durch Jakub Kaminski. Riera hatte vorher Götze gebracht, der mehr Stabilität und Ordnung ins junge Mittelfeld bringen sollte. Doch auch wenn er Deutschland zum Weltmeister geschossen hat; ein Götze kann nicht für 2 oder 3 spielen. Ohne Zweifel hat die SGE im Mittelfeld ein Problem, dass man im Sommer beheben sollte. Anstatt den fünften Stürmer zu kaufen lieber mal ins Mittelfeld investieren (Kicksport hätte Ideen, siehe hier!). Doch das ist ein anderes Thema: Riera muss mit dem Personal auskommen, das er hat, dies sollte ein Trainer können. Die SGE fing letztlich gegen Köln noch das 2:2 und verpasste es erneut, gegen ein abstiegsbedrohtes Team zu gewinnen. 

War es ein Taktikfehler des Coaches? Definitiv. Er selbst berichtete, dass Robin Koch ihn während des Spiels gefragt habe, ob sie so weiter spielen sollte, er bejahte. So habe man schon zwei Tore erzielt, aber die Folge:  Zu löchrig und teils wieder wild wie ein Hühnerhaufen, so wie oft in der Hinrunde (und zwei Gegentore!). Unteranderem das wollte Riera verändern. Viel reden kann er ja, aber es ändert sich nichts dran. Er brachte mit Ebnoutalib trotzdem einen Stürmer, zudem irritierte er damit, dass er Can Uzun nicht einwechselte. Dieser denkt nun an über einen Abschied nach. Laut der "Bild" denke der Türke nun über einen Abschied nach (AC Mailand ist ein konkreter Interessent, Ablöse wäre wohl 40-45 Mio.), die Aussagen von Riera sorgten für Unmut beim Uzun Lager. Es geht um folgende: "Er weiß, was er mit und ohne Ball zu tun hat. Wenn er das in die Mannschaft einbringt, dann wird er spielen. Für alle Spieler gilt genau das.", so begründete der 43-Jährige die Entscheidung, Uzun 90 Minuten auf der Bank zu lassen. Denkt man die Aussage weiter, heißt das: Uzun hat im Training nicht performt. Zudem sagte er, nicht nur zu Uzun, aber ihn betrifft es: "Dass einige nicht gespielt haben, liegt daran, dass man mit Ball super sein kann, aber ohne Ball eben nicht gut ist. Bei Albert wirst du dann nicht spielen. Da bin ich sehr klar. Ich will komplette Spieler. Sie müssen beide Aufgaben erledigen.". So etwas in so einer Phase zu sagen (zehn Punkte hinter dem 6., Leverkusen, stockende Offensive: nach einem Monat wieder zwei Tore) ist sehr gewagt, schließlich gelangen dem verletzungsgeplagten Uzun (Oberschenkelverletzung) in zwölf Spielen neun Scorer (sechs Tore, drei Assists).

Und da wären wir beim letzten großen, verständlichen Kritikpunkt an Riera. Es läuft sportlich nicht, er macht fragwürdige Entscheidung und zuletzt seine Art nach außen. Er verwunderte schon oft mit seinen Aussagen in den Pressekonferenzen, Aussagen "Wenn ich vom Balkon springe, springen mir die Spieler hinterher" waren nach ein paar Wochen normal. Riera wollte am Anfang einen neuen Spirit reinbringen, der vielleicht ungewöhnlich, aber okay ist. Die Energie ist aber schon fast verpufft und nun tätigt der Ex-Liverpool Spieler Aussagen, die verwundern und teils einfach nicht gehen. Nicht nur im Bezug auf Uzun, was bei vielen SGE-Anhängern für Groll gesorgt hat, auch andere Aussagen: Allein der Start der PK gegen Köln sorgte für Irritationen: "Ich bin nicht hier, um mit einem von Euch zu diskutieren“, "Ihr fragt mich, und ich sage, was ich in mir trage.". Er suchte Ausreden, er kam am "schlechtesten Tag für einen Trainer nach Frankfurt" zur "schlechtesten Defensive Europas" und er verteidigte sich mit: "Wie soll man diese sieben Monate jetzt in zwei, drei Monaten reparieren?".

Insgesamt ist Riera und Frankfurt bisher kein Perfect-Match und kaum etwas steuert auf ein Happy-End hin. Platz sieben sollte zwar für Europa reichen (wenn Freiburg nicht den DFB-Pokal gewinnt, was dann doch (sorry liebe Freiburger) realistisch ist), doch eben Freiburg ist nur zwei Punkte dahinter. Man hätte sich bei dem Programm der letzten Wochen gut absetzen können, stattdessen hat sich nicht viel geändert, stattdessen ist Leverkusen in weite Ferne gezogen (zehn Punkte), da hätte der werte Herr Riera trotz der angesprochenen sieben Monate etwas ändern können. Die nächsten Spiele sind nach Wolfsburg schwer, man spielt dann in fünf Partien gegen drei Top-5 Teams (sonst in (!) Augsburg und zuhause gegen den HSV). Europa ist nicht gesichert, bei einem Scheitern wäre Rieras Zeit wahrscheinlich im Sommer schon wieder beendet. Auch so deutet nicht viel auf eine lange Zeit zwischen beiden Parteien zu. Er meistert den Balance-Akt aktuell nicht, die SGE hat aktuell keine richtige fußballerische DNA (wofür steht sie fußballerisch eigentlich, was zeichnet sie aus aktuell?). Stammspieler werden kritisiert, er irritiert aktuell mehr mit seinen taktischen Entscheidungen und den komischen Aussagen als das er Punkte und Argumente für eine längere Zeit als amtierender Trainer sammelt. So hat es sich bald ausgerierat bei der Frankfurter Eintracht. 

LW, 07.04.2026

Bayer 04 holt vielversprechenden Alajbegovic zurück

Gerade im Sommer hatte er Bayer 04 Leverkusen verlassen: Kerim Alajbegovic, gerade einmal 18 Jahre alt, war im Sommer nach vier Jahren bei Bayer 04 nach Österreich zu RB Salzburg gewechselt. Damals hatte RB zwei Millionen für ihn bezahlt. Und nun ist er schon wieder zurück unterm Kreuz. Leverkusen hat die Rückkaufoption genutzt und ihn für acht Millionen verpflichtet. Sechs Millionen mehr als das, was man im Sommer bekam, aber trotzdem noch sieben Millionen weniger als sein aktueller Marktwert. Eine gute und langfristige "Investition" für den Meister von 2024.

Denn was fest steht: Der bosnische Nationalspieler kommt in 20 Spielen in der Liga auf sieben Tore und zwei Assists für den Tabellenvierten. In dieser Saison durfte er auch siebenmal in der Europa-League ran, dort gelangen ihm drei Torbeteiligung (zwei Tore, ein Assist). Für die Nationalmannschaft spielte er auch siebenmal, nun am Donnerstagabend trug er maßgeblich zum Sieg seiner Farben rund um Edin Dzeko bei, der WM-Traum lebt: Gegen Irland holte er einen Elfer raus und verwandelte dann den Entscheidenden, Bosnien ist weiter. Und der Junge ist gerade einmal 18 !!!

Starke Werte, fanden auch Simon Rolfes und Co., die nun ab Sommer ihren Rohdiamanten unter der eigenen Fittiche haben. Der linke offensive Schienenspieler soll dann dank dem sehr erfolgreichen Semester bei Salzburg sich bei den Profis nun endlich durchsetzen. Rolfes zeigt sich dabei optimistisch: "Wir sind sicher, dass Kerim in den kommenden Jahren auch eine wichtige Rolle bei Bayer 04 Leverkusen einnehmen kann.". Alajbegovic freut sich auf seine Rückkehr und will sich durchsetzen bei der Werkself. Er hat einen langfristigen Vertrag bis 2031, das ist auch super für eine mögliche erneute Leihe auf noch höherem Niveau als in Österreich, falls Alajbegovic sich nicht durchsetzt. Doch er hat gezeigt, dass er überraschen kann. Warum also nicht auch bei Bayer ab dem Sommer.

Leverkusen hat damit für den Sommer eine spannende und junge Offensive. Neben eben Alajbegovic hat man Christian Kofane (19), Ibrahim Maza (20), Montrell Culbreath (18, Kicksport berichtete), Alejo Sarco (20), wenn er von seiner Leihe bei Gladbach zurückkehrt, Malik Tillman (23) und Eliesse Ben-Seghir, wenn er nach seiner Verletzung im Sommer die zweite Chance nutzt (21). Und dann hat man auch noch mit Patrik Schick, Martin Terrier, Jonas Hofmann viel Erfahrung. Und da haben wir noch nicht vom Schienenspieler Poku und Nathan Tella gesprochen, der langjährige Leverkusener hatte eine Saison zum Vergessen und könnte fit nächste Saison auch noch eine Rolle spielen.

LW, 27.03.2026

BVB an Archie Gray interessiert

Seit nun ein paar Tagen steht fest, dass Brandt beim BVB im Sommer nicht verlängert und beide Parteien dann nach sieben Jahren getrennte Wegen gehen. Klubs wie Barcelona sind anscheinend am Ex-Leverkusener dran, laut Sky wird auch Aston Villa gehandelt. Fest steht damit aber auch: Dortmund braucht einen neuen Zehner als Ersatz für Brandt. 

Nun hat man einen potenziellen Nachfolger gefunden. Der BVB ist an Tottenhams Archie Gray dran: Der Junge ist erst 19-Jahre alt und ein großes Talent. Er kam im Sommer 2024 für 41,25 Millionen von Leeds zu den aktuell abstiegsbedrohten Spurs, konnte dort in der Premier League und auch der Königsklasse ran. Da er aber einen Marktwert von 35 Millionen hat und man für Brandt kein Geld bekommt (außer das Gehalt, das wegfällt), muss man bei den Dortmundern einen Spieler verkaufen. Felix Nmecha machte diese Saison einen riesigen Schritt, könnte im Sommer nach Manchester wechseln. Sein Ausbildungsklub City ist an ihm dran, aber auch Rivale United. 

Gray wäre auf jeden Fall eine spannende Verpflichtung. Noch haben die Westfalen noch keine Gespräche geführt, doch Sebastian Kehl und Co. sind für den Sommer aktiv. Man holte schon den 17-Jährigen Kaua Prates und nun vielleicht Gray. Der BVB baut für die Zukunft auf junge Spieler. Auch zuletzt rund um Dortmund genannt war Joane Gadou. Der 19-Jährige Innenverteidiger, also auch ein Talent, kickt aktuell bei RB Salzburg, hat einen Marktwert von 12 Millionen. Sebastian Kehl beobachtete ihn laut Sky am Sonntagabend beim Spiel von RB gegen Rapid Wien. 

LW, 10.03.2026

Hoffenheim verpflichtet Vogt aus der Schweiz

Die TSG 1899 Hoffenheim hat den ersten Neuzugang für den Sommer gefunden. Der Champions-League Aspirant verpflichtet den Stürmer Alessandro Vogt von St. Gallen aus der Schweiz. Der 21-Jährige Schweiz-Italiener war schon lange hoch im Kurs bei den Kraichgauern, nun ist der Deal offiziell. Die TSG zieht die Kaufoption, die 2,7 Millionen Euro beträgt. Eine Ablöse, wo man sich in Hoffenheim deswegen nicht beschweren kann. Neben dem Fakt, dass man ihn dreieinhalb Millionen unter seinem Marktwert bekam, spielte das junge Talent  diese Saison in der Super-League 28 Spiele, dabei gelangen ihm 14 (!) Tore und 3 Vorlagen. Tolle Werte, er trägt damit maßgeblich zum Erfolg seiner Mannschaft dabei. Diese stehen nämlich aktuell auf Rang zwei, zwar sechs Punkte hinterm Tabellenführer, dem FC Thun, aber auch eben fünf Punkte vor dem Dritten, dem FC Lugano. Damit ist man auf Europa-League Kurs, bei der Meisterschaft hätte man sogar die Chance auf die Champions-League. 

Diese ist nun für Vogt aber mehr als realistisch. Denn die TSG ist auf Königsklassen-Kurs: Man ist zwar nur zwei Punkte vor dem Europa-League Platz, doch man ist das Überraschungsteam der Bundesliga und wird es sich wahrscheinlich nicht mehr lassen. Damit könnten die Kraichgauer ihre tolle Offensive noch einmal verbessern. Man hat vorne Fisnik Asllani, Tim Lemperle und Andrej Kramaric, falls er verlängert. Bazoumana Touré weiß auch, wie man Fußball spielen muss, Alex Prass spielt zuletzt offensiver, was sich gegen Heidenheim ja auch auszahlte. Er erzielte beim 4:2 Auswärtserfolg einen Doppelpack, traf erneut wie gegen Bremen mit einem Traumtor und bewies seine starke Form in diesen Kalenderjahr. Zudem kehren, wahrscheinlich, von ihren Leihen Haris Tabakovic, stark bei Gladbach unterwegs, Gift Orban (sehr erfolgreich, Kicksport berichtete) und der junge Eren Yardimci. Ein Sturm mit Zukunft. Denn jetzt bereits performen die Hoffenheimer. Das könnte nun im Sommer noch besser werden. Auch dank dem jungen Alessandro Vogt. 

LW, 09.03.2026

Wolfsburg entlässt Trainer Bauer- Hecking übernimmt

Beim VfL Wolfsburg kriselte es seit Wochen. Mittlerweile Platz 17, gleichbedeutend mit einem direkten Abstiegsplatz, kein Sieg in der Rückrunde. Nun setzten die Verantwortlichen bei Trainer Daniel Bauer eine Deadline. Gewinnt er im richtungsweisenden 6-, fast sogar 9-Punkte Spiel gegen den Hamburger SV, darf er bleiben. Falls nicht, wird die Reißleine nach langer Geduld mit dem 43-Jährigen gerissen. Nun ist es dies eingetroffen. Daniel Bauer wurde entlassen, mit ihm auch Geschäftsführer Peter Christiansen. Wolfsburg holte nämlich nicht mal einen Punkt, sondern verlor sogar im Spiel mit drei Elfmetern 2:1. Kein Aufbäumen, die Fans hatten am Anfang Support versprochen, dieses Versprechen auch lange gehalten, doch am Ende resigniert. Zudem kam nach Spiel die Botschaft in der Kurve: "Chance vertan- Rückhalt verspielt". Zudem verbrannten die Fans Schals ihrer eigenen Mannschaft, es entstand im Zwischenraum ein größeres Feuer. Auch auf dem Platz lagen die Nerven blank, während die HSV-Spieler einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt bejubelten waren natürlich auch die Wolfsburger Spieler angefressen. Es entstand eine Rudelbildung, es wurde geschubst, geschimpft, letztlich bekam VfL-Ersatzkeeper Marius Müller die Rote Karte. Die Nerven liegen blank in Wolfsburg.

Wer soll die Wolfsburger jetzt noch retten? Laut Kicker-Informationen übernimmt nun Dieter Hecking, zuletzt beim VfL Bochum, das Amt. Es wäre damit seine zweite Amtszeit als Wolfsburg-Trainer. Vier Jahre war er bei den Wölfen Trainer, er gewann 2015 den DFB-Pokal und den Supercup, er wurde dann 2016 entlassen. Nun kehrt er zurück. Christiansen ersetzt bisher keiner, Pirmin Schwegler rückt nun vermehrt in den Fokus und übernimmt mehr Verantwortung beim abstiegsbedrohten Wolfsburg, die den ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinshistorie verhindern wollen. Ob das mit Hecking, der schon öfters als Feuerwehrmann kam, gelingt, ist die andere Frage.

Denn Baustellen gibt es viele. Wolfsburg hat von der Einzelqualität einen guten Kader mit vielen "Stars", doch eine richtige Mannschaft ist es nicht. Viele, die den VfL als Sprungbrett nutzen, gemixt mit vielen jungen Spielern und nur wenige Routiniere. Nun muss Hecking einen Zusammenhalt, eine Chemie in der Mannschaft hinkriegen und Feuer entfachen. Den Ernst der Lage, so wirkt es, haben die Spieler erst gegen den HSV begriffen. Doch gegen den Aufsteiger verlor man nun auch, heute spielen noch Werder und St. Pauli, der Relegationsplatz und das rettende Ufer könnten im schlimmsten Fall heute Abend vier Punkte entfernt sein.

Eigentlich war Daniel Bauer nach der Entlassung von Paul Simonis (10. Spieltag, 2:1 gegen Werder, 7.11.25) gut gestartet, wurde dann im Dezember mit dem Amt des Cheftrainers als eigentlich dauerhafte Lösung belohnt. Nach einem verpatzen Debüt (1:3 zuhause gegen Bayer 04) holte man aus drei Spielen sieben Punkte (1:1 in Frankfurt, jeweils 3:1 Siege gegen Union und Gladbach) und war dann am 14. Spieltag Tabellen-13. Zum Jahresabschluss dann aber ein bitteres 3:4 gegen Freiburg, doch sportlich insgesamt von den Ansätzen ein einigermaßen versöhnliches Jahresende. Doch in 2026 lief so gut wie gar nichts mehr zusammen. Nach einer 8:1 Abreibung in München gewann man zwar gegen Pauli (2:1), doch kam gegen den Konkurrenten, Heidenheim, zuhause nicht über einen Punkt hinaus. Anstatt das der späte Ausgleich von Jenz mehr Schwung brachte, passierte genau das Gegenteil. Wolfsburg fiel in eine Krise. Bauer und seiner Mannschaft fehlte der nötige Wille, Biss und Energie. Aus den letzten sieben Spielen verlor man sechs (nur ein 2:2 gegen RB), nun die logische Folge, die Trennung. Vielleicht sogar zu spät. Der blasse Bauer am Seitenrand konnte nichts bewirken, sein Starensemble trudelte Richtung zweite Liga. Diesen Trend muss nun Dieter Hecking beenden und in der Autostadt das Ruder umreißen. Ob dem 61-Jährigen dies gelingt, ist eine andere Frage. Der im September entlassene Bochum-Coach, der den Abstieg nicht verhindern konnte und auch zum Start der 2. Bundesliga mit dem VfL patzte, wird nächste Woche Samstag (15:30 Uhr) ins kalte Wasser geworfen: Denn für die Wolfsburger geht es zum Champions-League Aspiranten aus Hoffenheim.

LW, 08.03.2026

Bayern gewinnen 4:1 gegen Gladbach und beweisen einmal mehr die Kaderbreite

Zur Pressekonferenz nach dem Spiel

Der FC Bayern München marschiert weiter durch die Liga. Nach dem Sieg im Klassiker beim BVB (3:2), der eigentlich schon meisterschaftsentscheidend war, waren die Münchner nun am Freitagabend zum Start des 25. Spieltages gegen Borussia Mönchengladbach gefordert. Diese Pflichtaufgabe gegen den Tabellen-12. löste der Rekordmeister souverän mit 4:1. Und das krasseste: Viele Stammspieler spielten gar nicht.

Harry Kane, natürlich immens wichtig für den FCB, war zuletzt mit vier Doppelpacken in Folge in Weltklasse-Form und jagt den Lewandowski Rekord von 41 Spielen. Dieser äußerte sich bei Sky heute zu und sagte: "Wegen ihm kann ich jetzt noch stolzer auf meinen Rekord sein. Harry Kane schießt immer so viele Tore, er spielt wirklich gut und leistet großartige Arbeit": Aktuell steht Kane bei 30 Toren, ihm fehlen noch zwölf, nun fehlte er gegen die Fohlen, er braucht also in neun Partien zwölf Tore. Heute mussten die Münchner ohne ihre Toptorschützen auskommen, er hatte Wadenprobleme, doch kein Problem für diesen Bayern-Kader. Nicolas Jackson bekam die Chance in der Startelf, er spielte im Schatten vom Engländer, der auch fast immer durchspielt, lange keine Rolle mehr, konnte nun aber für sich werben. Der Ex-Chelsea Spieler traf zum zwischenzeitlichen 4:0 nach Assist von Lennart Karl, zuvor hatte er den Elfmeter rausgeholt, den Musiala verwerte. Er vertrat den so sicheren Harry Kane gekonnt vom Punkt und traf damit nach seinem Comeback das erste Mal wieder in der Bundesliga. Bisher war nur bei der PSV in der Königsklasse ein Tor für den deutschen Nationalspieler bei rum gesprungen.

Kane war verletzt, doch die Münchner schonten auch noch Teile ihres Starensembles. Auf der Bank nahmen unteranderem zunächst Platz: Serge Gnabry, Jonathan Tah, Michael Olise und Alexandar Pavlovic. Und alle vier konnten sich den ungefährdeten Sieg über 90 Minuten aus der ersten Reihe angucken, es gab für Kompany keinen Grund, sie reinzuwerfen, also schonte er sie. Das muss man sich auch erstmal leisten können. Doch die Bayern sind personell und auch dann qualitativ in der zweiten Reihe und in der Breite so gut besetzt, dass Kompany jede Woche Kleber und Schere nehmen kann und sich eine Startelf seiner Wahl zusammenbauen kann. So spielte Leon Goretzka durch, Tom Bischof agierte als Rechtsverteidiger. Kim Min-jae vertrat Upamecano in der Innenverteidigung solide, Musiala startete statt Gnabry, Karl statt Olise. Und bei den Einwechslungen durfte der belgische Coach auch ein wenig experimentieren: Neben den gewohnten Stanisic und Guerreiro, die eine halbe Stunde Spielzeit bekamen, wechselte er zwei Talente ein: Der 17-Jährige Brasilianer Maycon Cardozo spielte das erste Mal in der Bundesliga, und dann direkt 30 Minuten. Der Mittelfeld-Mann David Santos, Portugiese; 19, ersetzte den Siegestorschützen der letzten Woche, Kimmich, in Minute 81 und kam zum zweiten Joker-Einsatz im deutschen Oberhaus. 

Auch Gegner Gladbach setzt ein wenig auf Talente. Während der von Leverkusen gekommene Sarco unter Polanski kaum eine Rolle spielt zeigte Mohya die letzten Wochen, was er kann, und stand dann gegen Union in der Startelf. Nun war er auf der Bank, ersetzte ihn Minute 84 den Winter-Neuzugang Hugo Bolin, der bisher für BMG noch nichts beitragen konnte. Fünf Minuten später kam er zu seinem ersten Profi-Tor für Gladbach, und das ausgerechnet beim Rekordmeister. Glückwunsch an den 17-Jährigen, er hatte es sich die letzten Wochen echt hart erarbeitet und verdient.

Das Tor schlucken musste Jonas Urbig. Manuel Neuer war nach mehrwöchigen Ausfall wieder in der Startelf gewesen anstatt des starken Vertreters Urbig. Doch wie in Bremen musste er zur Halbzeit raus. Noch ist unklar, ob es aufgrund des Muskelfaserrisses es eine Vorsichtsmaßnahme war oder doch irgendwas im ersten Durchschnitt passiert ist. Falls ja, wäre es das einzig negative an einem rundum gelungenen Bayern-Abend.

LW, 06.03.2026